Bitcoin erholt sich: „Gesunde Korrektur, kein Grund zur Panik“, sagt Analyst

2 Min. Lesedauer
03. Sept. 2025, 14:19

Seit dem 14. August befindet sich der Bitcoin-Kurs in einem Abwärtstrend, nachdem die Kryptowährung zuvor noch ein Allzeithoch von 105.000 Euro (124.000 US-Dollar) erreicht hatte.

Doch seit gestern scheint sich der Kurs wieder zu stabilisieren – Bitcoin bewegt sich vorsichtig nach oben.

Handelsmuster beeinflussen den Bitcoin-Kurs

Ein entscheidender Faktor für die aktuelle Kursentwicklung ist das Handelsvolumen, wie Daten von Glassnode zeigen.

Die Analyseplattform verweist auf deutliche Unterschiede zwischen Bitcoin und Ethereum (ETH) in der Art und Weise, wie diese gehandelt werden:

  • Bitcoin zeigt einen konstanten Fluss von direktem Handel – aktive Käufe und Verkäufe durch Marktteilnehmer.

  • Ethereum hingegen weist ein deutlich unregelmäßigeres Handelsverhalten mit stark schwankender Aktivität auf.

Dieser Unterschied wirkt sich auf die Kursbildung aus. Während Bitcoin stark durch Angebot und Nachfrage geprägt ist, wird Ethereum stärker von indirekten Handelsformen wie Derivaten beeinflusst.

Da auf dem Derivatemarkt oft ohne echten Besitz spekuliert wird, entsteht höhere Volatilität. Die stabileren Handelsströme bei Bitcoin könnten laut Glassnode zu einer stabileren Kursentwicklung führen.

Technische Widerstände bremsen Anstieg

Laut dem technischen Analysten Ali Martinez hat der Bitcoin-Kurs mehrfach an der Marke von 110.700 US-Dollar Halt gemacht – ein signifikanter Widerstand.

Da der Kurs diese Marke nicht durchbrechen konnte, hält Martinez eine Korrektur auf 107.000 oder sogar 103.000 Dollar für realistisch. Umgerechnet in Euro entspräche das Kursniveaus von ca. 91.000 € bzw. 88.000 €.

Langfristiger Ausblick bleibt positiv

Trotz der kurzfristigen Rücksetzer bleibt die langfristige Perspektive klar optimistisch, so Analyst Cas Abbé. Er verweist auf einen bemerkenswerten Indikator:

Nur 9 % aller im Umlauf befindlichen Bitcoin befinden sich derzeit im Minus – das heißt, 91 % aller Halter haben Gewinne. Zum Vergleich: In den Jahren 2015 und 2018 stand etwa die Hälfte der Coins im Minus.

„Das ist kein Bärenmarkt. Es handelt sich um eine gesunde Korrektur in einem Aufwärtstrend. Bitcoin bleibt stark.“ – Cas Abbé

Diese Dynamik zeigt, wie sich das Sentiment im Kryptomarkt kurzfristig ändern kann – während die übergeordnete Richtung positiv bleibt.

Trump-Berater sieht Bitcoin bei 150.000 Dollar

Auch David Bailey, CEO von Nakamoto und Bitcoin-Berater für Donald Trump, ist weiterhin bullish. Er sieht den Bitcoin-Kurs mittelfristig bei 150.000 US-Dollar – wäre da nicht ein entscheidender, bisher nicht genannter Faktor, der dieses Ziel bisher verzögert habe.

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