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Der Kryptomarkt hat in der vergangenen Nacht erneut einen schweren Schlag erlitten. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden die Positionen von über einer halben Million Händler zwangsweise liquidiert.
Insgesamt verloren diese Händler mehr als 2,65 Milliarden US-Dollar (2,25 Milliarden Euro), was die Kurse weiter nach unten drückte.
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Kurzfassung
- Die Positionen von fast 580.000 Kryptoanlegern wurden an nur einem Tag zwangsweise geschlossen.
- Bitcoin stürzte kurzfristig auf 60.000 US-Dollar infolge massiver Liquidationen.
- Analysten erkennen ein tieferliegendes Problem: Der Markt ist „dünner“ geworden und hat nur noch 30 Prozent seiner bisherigen Markttiefe.
Großer Ausverkauf bei Bitcoin sorgt für massiven Kursrückgang
Insgesamt wurden 586.053 Händler von den Liquidationen betroffen, wie Daten der Analyseplattform CoinGlass zeigen.
Der Großteil des Verlustes – über 2,2 Milliarden US-Dollar – entfiel auf Investoren, die auf steigende Kurse gesetzt hatten. Ihre Long-Positionen wurden automatisch geschlossen, als die Kurse einbrachen.
Diese massiven Liquidationen zwangen den Markt dazu, riskante, auf Kredit finanzierte Positionen zu schließen. Das löste eine „Kaskade“ von Liquidationen aus, welche die Kursverluste beschleunigte.
Der Bitcoin-Kurs fiel vergangene Nacht bis auf 60.000 US-Dollar. Inzwischen hat sich der Preis auf 65.000 US-Dollar erholt, doch liegt Bitcoin damit heute immer noch 9,5 Prozent im Minus.
2,25 Milliarden Euro an Liquidationen in nur 24 Stunden, insbesondere bei Bitcoin und Ethereum (ETH).

Große Liquidationsereignisse im Kryptobereich
Solche massiven Liquidationen treten häufiger in Zeiten starker Kursschwankungen auf. So wurden am 31. Januar 2,56 Milliarden US-Dollar ausgelöscht.
Beide Liquidationsereignisse gehören sogar zu den zehn größten aller Zeiten. Dennoch reichen sie nicht an den Absturz vom 10. Oktober letzten Jahres heran.
Damals ereignete sich der bisher größte Liquidationsvorfall: 19,5 Milliarden US-Dollar wurden zwangsliquidiert, davon fast 17 Milliarden US-Dollar an Long-Positionen.
Der Grund für das damals deutlich höhere Volumen lag in Timing und Marktsentiment: Bitcoin hatte gerade ein neues Allzeithoch erreicht und viele Anleger wetteten auf einen weiteren Anstieg.
Dünner Kryptomarkt führt zu heftigen Kursschwankungen
Der aktuelle starke Rückgang ist auf einen „dünnen“ Markt mit geringer Liquidität zurückzuführen.
Es stehen einfach weniger Kauf- und Verkaufsaufträge bereit, sodass bereits eine einzelne große Order den Preis stark bewegen kann. Die Markttiefe für Bitcoin ist dadurch auf nur noch 30 Prozent des Niveaus vom Oktober gesunken.
Die Situation erinnert an die Zeit nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im Jahr 2022, und der Markt fürchtet, dass eine neue berüchtigte Baisse begonnen haben könnte. Das Marktsentiment ist auf das niedrigste Niveau seit dem FTX-Crash gefallen.
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