Bitcoin bleibt hinter Gold zurück, aber historisches Muster bietet Hoffnung

2 Min. Lesedauer
30. Sept. 2025, 08:12

Die amerikanischen Aktienmärkte erreichen weiterhin neue Höchststände, während auch der Goldpreis weiter steigt. Die Rally wird durch eine Kombination aus starken Wirtschaftsdaten und einer Zentralbank angetrieben, die die Zinsen senkt.

Der sogenannte Economic Surprise Index zeigt, dass die aktuellen Wirtschaftsdaten besser ausfallen als Analysten erwartet hatten. Amerikanische Verbraucher geben weiterhin kräftig aus und der Arbeitsmarkt kühlt weniger schnell ab als zuvor gedacht. Das inflationsbereinigte Wachstum der Wirtschaft liegt derzeit sogar bei rund drei Prozent.

Finanzielle Bedingungen lockern sich

Gleichzeitig werden die finanziellen Bedingungen in den USA lockerer. Das bedeutet, dass Unternehmen einfacher und günstiger Geld leihen können. Der National Financial Conditions Index (NFCI) der Federal Reserve von Chicago, ein Maßstab der mehr als hundert Indikatoren bündelt, zeigt das deutlich.

Wenn der NFCI sinkt, ist Kredit breiter verfügbar und günstiger. In solchen Perioden profitieren oft riskante Anlagen wie Bitcoin und Wachstumsaktien.

NFCI versus Bitcoin-Kurs. Quelle: TradingView

Drei wichtige Treiber

Laut Analysten spielen mehrere Faktoren bei den günstigen Umständen mit, die derzeit zu herrschen scheinen:

  • Die Trump-Regierung setzt voll auf die Stimulierung der amerikanischen Wirtschaft.

  • Die Zentralbank wählt Zinssenkungen, trotz der starken Wirtschaftsdaten.

  • Große Technologieunternehmen und Investoren stecken Milliarden in das KI-Narrativ und den Bau von Rechenzentren.

Dieser Cocktail sorgt dafür, dass viele Anleger erwarten, dass der aktuelle Bullenmarkt noch nicht vorbei ist.

Und Bitcoin?

Vorerst bleibt der Bitcoin-Kurs hinter den Kursrekorden an der Wall Street und dem Goldmarkt zurück. Aber historisch gesehen zieht die Kryptowährung oft an, sobald sich die finanziellen Bedingungen lockern und die Risikobereitschaft zunimmt.

Falls die Inflation und Zinsen in den kommenden Monaten niedrig bleiben, könnte auch Bitcoin von dem lockeren Kredit und dem Optimismus an den Finanzmärkten profitieren. Viele Analysten rechnen daher mit neuen Rekorden im vierten Quartal und möglicherweise auch Anfang 2026.

Die finanziellen Umstände sind jedenfalls ziemlich im Vorteil von Risikoanlagen. Das sehen wir derzeit vor allem beim Goldkurs zurück, der praktisch kontinuierlich All-Time-Highs macht.

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