Bitcoin beendet Jahr mit schlechtestem Quartal seit 2018

3 Min. Lesedauer
23. Dez. 2025, 13:48

Bitcoin schließt 2025 mit einem bitteren Nachgeschmack ab. Die größte Kryptowährung steht kurz davor, das vierte Quartal mit einem Verlust von fast 22 Prozent abzuschließen. Damit ist dies das schlechteste Q4-Ergebnis seit dem berüchtigten Crash von 2018.

Während das letzte Quartal normalerweise oft für Erholung oder einen Endspurt nach oben sorgt, scheint die Luft dieses Jahr erst einmal raus zu sein.

Schwächstes Quartal für Bitcoin seit 2018

Wer sich die historischen Zahlen anschaut, sieht sofort, wie außergewöhnlich diese Situation ist. Seit 2016 war Q4 meist eine starke Periode für Bitcoin, mit soliden Gewinnen in 2023 und 2024. Damals spielten Erwartungen an die Börsenfonds und institutionelle Zuflüsse eine große Rolle.

Dieses Jahr ist das Bild völlig anders. Laut Daten von Coinglass steht Bitcoin fast 22 Prozent niedriger über das vierte Quartal, etwas, das wir seit dem langen Bärenmarkt von 2018 nicht mehr gesehen haben.

In diesem Quartal steckt der meiste Schmerz

Auffällig ist, dass 2025 nicht unbedingt schlecht begann. Das Jahr startete mit einem Dip im ersten Quartal, gefolgt von einer soliden Erholung in Q2 und leichten Gewinnen in Q3. Dennoch erwies sich diese Erholung nicht als stark genug, um das Jahr gut abzuschließen. Dieses Muster sehen wir öfter in früheren Zyklen: eine zwischenzeitliche Erholung, aber keine überzeugende neue Nachfrage gegen Ende des Jahres.

Der meiste Schaden steckt eindeutig in Quartal vier. Das deutet nicht auf einen großen Schock hin, sondern eher auf abnehmendes Interesse. Neue Käufer bleiben aus und alte spekulative Positionen sind größtenteils abgebaut.

Aktuell bewegt sich der Kurs um die 89.000 Dollar, schwankend zwischen grob 85.000 und 90.000 Dollar. Trotz kleiner Tagesgewinne steht Bitcoin noch immer deutlich unter seinem All-Time High von Anfang des Jahres.

Der Bitcoin-Kurs im vergangenen Quartal (Oktober-Dezember). Quelle: Coingecko.


Nachfrage nach BTC gesunken

Auch On-Chain-Daten bestätigen, dass der Markt abgekühlt ist. Die Anzahl der täglichen Transaktionen und aktiven Adressen ist zurückgegangen, was darauf hindeutet, dass große Akteure weniger aktiv sind. Analysten von CryptoQuant sehen dies nicht als Crash, sondern als Fortsetzung einer breiteren schwachen Phase.

Darüber hinaus spielt die Makroökonomie eine Rolle. So erhöhte die Bank of Japan kürzlich den Zinssatz auf 0,75 Prozent. Obwohl dieser Schritt erwartet wurde, sorgt die Unsicherheit über weitere Erhöhungen für weniger Risikobereitschaft. Besonders Trades, die mit dem Yen finanziert sind und oft an Krypto gekoppelt sind, bekommen dadurch einen Dämpfer.

Auch scheint die Spekulation größtenteils aus dem Markt gespült zu sein. Leverage baut sich kaum wieder auf und der Coinbase Premium Index bleibt wechselhaft. Dies bedeutet, dass Anleger aktuell wenig zusätzliches Risiko mit geliehenem Geld eingehen und dass die Nachfrage nach Bitcoin von großen amerikanischen Parteien nicht stabil ist. Alles zusammen deutet dies auf einen abwartenden Markt hin. Auch ist klar, dass eine starke Nachfrage vorerst noch auf sich warten lässt.

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