Foto: Gumbariya/Shutterstock
Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen Wochen stark gefallen. Das sorgt für viel Unruhe am Markt, aber auch für Neugier unter Anlegern.
Viele Menschen fragen sich nun, ob der Boden bereits erreicht ist. In sozialen Medien und in Analysen taucht immer häufiger dieselbe Frage auf: Ist jetzt der richtige Moment zum Wiedereinstieg – oder kommt noch mehr Schmerz?
Laut dem Daten- und Analyseplattform Santiment sind vor allem Privatanleger intensiv damit beschäftigt, nach Signalen für einen möglichen Boden zu suchen. Dabei achten sie nicht nur auf den Kurs, sondern besonders auf das Verhalten anderer Anleger.
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Was sagt das Stimmungsbild unter Krypto-Anlegern?
Santiment beobachtet, dass der Begriff „Kapitulation“ auffallend oft in sozialen Medien genutzt wird. Kapitulation bedeutet, dass Anleger ihre Coins verkaufen, aus Angst, dass sich der Markt nicht mehr erholt.
Historisch gesehen passiert dies häufig in der Nähe eines Bodens. Wenn viele Menschen gleichzeitig das Handtuch werfen, ist der größte Teil des Verkaufsdrucks meist bereits vorbei.
Laut Santiment analysieren Anleger derzeit einander. Sie warten darauf, dass andere massenhaft aufgeben – damit sie selbst zu niedrigeren Preisen einsteigen können. Doch das birgt ein Risiko: Wenn alle auf dieses eine klare Zeichen warten, kann der Boden bereits entstanden sein, bevor es wirklich auffällt. Santiment warnt, dass dies öfter passiert, als viele glauben.
Trotzdem sind nicht alle überzeugt. Analyst Caleb Franzen weist darauf hin, dass Bärenmärkte oft mehrere Kapitulationsmomente haben. Mit anderen Worten: Selbst wenn dies einer davon ist, kann der Kurs später erneut stark fallen.
Auch die Analysten Ted Pillows und CryptoGoos zeigen sich skeptisch. Sie sagen, der jüngste Rückgang sehe zwar heftig aus, entspreche aber ihrer Meinung nach noch nicht einer echten Zyklusboden-Phase.
Was bedeutet der Kursrückgang für die Kryptobranche?
Der fallende Bitcoin-Kurs betrifft nicht nur Anleger, sondern auch Krypto-Unternehmen. Laut Tom Farley, CEO der Handelsplattform Bullish, könnte dies zu vielen Übernahmen führen.
Kleinere Firmen geraten unter Druck, während große Player ihre Chance sehen. Ähnliches geschah schon in traditionellen Märkten. Farley betont, dass manche Unternehmen kein starkes Fundament hätten – und dass eine schwache Marktphase genau das sichtbar macht.
Für Anleger geht es daher nicht nur um den Bitcoin-Kurs selbst. Auch Stimmung, Angst und die Stabilität der Unternehmen spielen eine große Rolle. Schwache Marktteilnehmer könnten verschwinden oder übernommen werden, während starke Akteure Marktanteile gewinnen.
Diese Phase könnte somit entscheidend dafür sein, wie der Kryptomarkt in den nächsten Jahren aussehen wird.
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