Foto: Rocis & Gabriele Paoletti (Shutterstock)
Bitcoin (BTC) geht laut Standard Chartered, einer großen britischen Bank, ein spannendes Jahr bevor. Laut einem Top-Analysten der Bank könnte Bitcoin in diesem Jahr auf 50.000 Dollar fallen, danach aber auch wieder auf 100.000 Dollar steigen.
Und das noch vor Jahresende. Langfristig zeigt sich die Bank sogar noch deutlich optimistischer.
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Kurz zusammengefasst
- Standard Chartered warnt, dass Bitcoin auf 50.000 Dollar fallen könnte.
- Die Ursache liegt in wirtschaftlichem Gegenwind und der starken Kopplung an Tech-Aktien.
- Trotz eines möglichen Crashs hält die Bank an einem Kursziel von 100.000 Dollar bis Jahresende und sogar 500.000 Dollar bis 2030 fest.
Bitcoin: erst ein Crash, dann eine Rally
Geoffrey Kendrick, Forschungsleiter bei Standard Chartered, erklärt, dass Bitcoin eine „letzte Kapitulation“ erleben könnte. Das sagte der Analyst in einem Interview mit Deribit. Der Kurs könnte dabei auf etwa 50.000 Dollar zurückfallen.
„Ich denke, dass wir zuerst auf 50.000 Dollar fallen, das Jahr aber bei 100.000 Dollar beenden“, so Kendrick.
Seine langfristige Prognose ist sogar noch optimistischer. Er erwartet einen Bitcoin-Preis von 500.000 Dollar im Jahr 2030.
Auch für andere große Kryptowährungen sieht er starkes Wachstum: Kendrick prognostiziert 40.000 Dollar für Ethereum (ETH) und 2.000 Dollar für Solana (SOL) im selben Jahr.
Makroökonomie und Tech bestimmen den Kurs
Der mögliche kurzfristige Rückgang liegt laut Kendrick nicht an Problemen im Kryptomarkt selbst, sondern an externen wirtschaftlichen Faktoren.
„Der Kryptomarkt ist immer noch stark mit dem Nasdaq verbunden“, erklärt er und verweist auf den US-Börsenindex für Technologieunternehmen.
Wenn große Tech-Unternehmen enttäuschende Ergebnisse melden oder die US-Notenbank die Wirtschaft nicht ausreichend stimuliert, könnte das eine Verkaufswelle im Technologiesektor auslösen.
Bitcoin könnte in einem solchen Szenario mit nach unten gezogen werden. Kendrick betont jedoch, dass ein Rückgang auf 50.000 Dollar weniger stark wäre als die Kursverluste in früheren Marktzyklen.
Der Motor hinter dem Wachstum von Krypto
Kendrick nennt zwei wichtige Faktoren für seine langfristige Prognose: die wachsende Rolle von Stablecoins und den Aufstieg sogenannter Real-World-Assets (RWAs). Bei RWAs geht es um die Tokenisierung realer Vermögenswerte auf der Blockchain.
Stablecoins dienten früher vor allem als Handelsmittel auf Kryptobörsen, werden laut Kendrick inzwischen jedoch zunehmend als Sparmittel in Schwellenländern genutzt. Er erwartet, dass dieser Markt bis 2028 auf 2 Billionen Dollar wachsen könnte.
Auch unter der Oberfläche sieht der Markt weiterhin stark aus, sagt Kendrick. Die US-Bitcoin-ETFs bleiben relativ stabil und Strategy kauft weiterhin Bitcoin nach.
„Fast alle grundlegenden Kennzahlen haben sich verbessert – außer dem Preis“, so Kendrick.
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