Analysten schlagen Bitcoin-Alarm: Anlegerinteresse nimmt ab

3 Min. Lesedauer
23. Dez. 2025, 09:36

Bitcoin scheint erneut Gegenwind zu bekommen. Seit Oktober 2025 ist die Nachfrage nach BTC stark abgekühlt. Zudem deuten mehrere Signale darauf hin, dass der Kryptomarkt möglicherweise in einen neuen Bärenmarkt eingetreten ist.

Analysten von CryptoQuant sehen das aktuelle Muster als deutliche Warnung für Anleger, die auf eine schnelle Erholung des Kurses gesetzt haben.

Nachfrage nach Bitcoin nimmt ab

Analysten von CryptoQuant beschrieben in einem Forschungsbericht drei große Wellen institutioneller Nachfrage seit Januar 2024. Die erste folgte nach der Einführung von Bitcoin-Börsenfonds in den Vereinigten Staaten, die zweite nach den Präsidentschaftswahlen 2024. Die dritte wurde durch eine vorübergehende Bitcoinreserve-Blase angetrieben.

Eine Bitcoinreserve-Blase bedeutet, dass ein spezifischer Anstieg innerhalb des Marktes nicht durch strukturelle Nachfrage getragen wurde. Stattdessen gab es eine vorübergehende und künstliche Zunahme der Nachfrage nach Bitcoin als Reserve. Zudem liegt das Wachstum der Nachfrage nach BTC unter dem Durchschnitt. Im Bericht heißt es dazu Folgendes:

Seit Anfang Oktober 2025 wächst die Nachfrage langsamer als im Durchschnitt. Das deutet darauf hin, dass der größte Teil der zusätzlichen Nachfrage in diesem Zyklus bereits ausgeschöpft ist. Dadurch fällt eine wichtige Stütze unter dem Bitcoin-Kurs weg.

Institutionelle Nachfrage, also das Interesse großer Unternehmen und Institutionen, zeigt ebenfalls deutliche Anzeichen eines Rückgangs. Im vierten Quartal 2025 sank die Gesamtzahl der BTC in Börsenfonds um etwa 24.000. Ein auffälliger Kontrast zur Akkumulation im gleichen Zeitraum 2024.

Gleichzeitig sind die sogenannten Funding Rates, die Kosten, die Händler von Perpetual Futures zahlen, um ihre Positionen zu halten, auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2023 gefallen. Historisch gesehen deuten solche Rückgänge auf weniger Risikobereitschaft bei Anlegern hin, ein Merkmal eines Bärenmarkts.

Große Auswirkungen auf Bitcoin-Kurs

Auch auf technischer Ebene ist das Bild besorgniserregend. Bitcoin ist unter den 365-Tage-Gleitenden Durchschnitt gefallen. Dies ist eine wichtige Langzeitunterstützung, die oft die Grenze zwischen Bull- und Bärenmärkten markiert.

Basierend auf diesen Signalen erwartet CryptoQuant, dass BTC tief fallen kann. Zunächst kann der Kurs um 70.000 Dollar konsolidieren, mit einem tieferen Potenzial bis 56.000 Dollar, falls der Abwärtstrend anhält. Julio Moreno von CryptoQuant sagt dazu:

Wir könnten die 70.000 Dollar in drei bis sechs Monaten sehen. 56.000 Dollar würden erst in der zweiten Hälfte von 2026 kommen, falls es dazu kommt.

Trotz dieser negativen Signale gibt es auch optimistische Stimmen. Analyst Merlijn The Trader sieht gerade einen Kursausbruch voraus. Zudem holen die Börsenfonds von Bitcoin wieder viel Geld herein.

Dennoch zeigt die allgemeine Marktstimmung laut dem Crypto Fear and Greed Index noch extreme Angst an. Dies zeigt, dass die meisten Kryptoanleger vorerst vorsichtig bleiben.

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