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Bitcoin durchbricht 71.000 Dollar – Short-Squeeze treibt Rally

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Analysen
Bitcoin durchbricht 71.000 Dollar – Short-Squeeze treibt Rally

Foto: Jose Mario Bertero/Shutterstock

Bitcoin (BTC) ist über die Marke von 71.000 US-Dollar ausgebrochen. Laut einer aktuellen Order-Flow-Analyse des Krypto-Analysten Furkan Yildirim wurde der Anstieg vor allem durch aggressive Käufe im Futures-Markt ausgelöst. Gleichzeitig zeigen Daten, dass auch der Spotmarkt aktiv mitzieht, ein Signal, das auf echtes Kaufinteresse im Markt hindeuten könnte.

Die Bewegung kam nach einer Phase der Konsolidierung, in der viele Händler auf fallende Kurse gesetzt hatten. Als der Kurs schließlich nach oben ausbrach, wurden zahlreiche Short-Positionen liquidiert, was den Anstieg zusätzlich beschleunigte.

Bitcoin vor 70.000 Dollar: Short-Squeeze treibt den Ausbruch an
Bitcoin vor 70.000 Dollar: Short-Squeeze treibt den Ausbruch an

Futures-Käufe treiben den Bitcoin-Ausbruch

Ein zentraler Faktor hinter dem jüngsten Preissprung ist laut Yildirim der sogenannte Futures-CVD (Cumulative Volume Delta). Dieser Indikator misst, ob Käufer oder Verkäufer im Futures-Markt dominieren.

Über mehrere Tage hinweg bewegte sich dieser Wert seitwärts. Mit dem Ausbruch über die 71.000-Dollar-Marke änderte sich das jedoch abrupt. Der Futures-CVD zeigte plötzlich eine sehr steile positive Steigung. Das deutet darauf hin, dass Trader aggressiv Market-Buy-Orders im Perpetual-Futures-Markt platzierten und damit den Kursanstieg antrieben.

Derivative-Trader spielten damit offenbar eine entscheidende Rolle beim Start der Bewegung.

Short-Squeeze beschleunigt die Rally

Gleichzeitig befand sich der Markt zuvor in einer stark bearish positionierten Lage. Die Funding-Raten, ein wichtiger Indikator für die Marktstimmung im Futures-Handel, waren während der Konsolidierung überwiegend negativ. Das bedeutet, dass viele Händler auf fallende Kurse gesetzt hatten.

Als Bitcoin nach oben ausbrach, gerieten diese Short-Positionen unter Druck. Laut der Analyse kam es zu mehreren Liquidationsspikes, bei denen Short-Positionen zwangsweise geschlossen wurden.

Dieser sogenannte Short-Squeeze verstärkte die Dynamik des Anstiegs zusätzlich, da liquidierte Positionen automatisch zu Kaufaufträgen werden. Bereits zuvor hatten Analysten darauf hingewiesen, dass eine solche Dynamik entstehen könnte, als Bitcoin sich der Marke von 70.000 Dollar näherte.

Bitcoin vor 70.000 Dollar: Short-Squeeze treibt den Ausbruch an
Bitcoin vor 70.000 Dollar: Short-Squeeze treibt den Ausbruch an

Spot-Nachfrage unterstützt die Bewegung

Ein wichtiger Unterschied zu manchen früheren Kursbewegungen ist laut Yildirim jedoch die Aktivität im Spotmarkt. Der Spot-CVD zeigt ebenfalls eine deutlich steigende Tendenz und weist eine ungewöhnlich steile positive Steigung auf.

Das deutet darauf hin, dass nicht nur Derivate-Trader, sondern auch Käufer am Spotmarkt aktiv Bitcoin erwerben.

Parallel dazu steigt auch das Open Interest – also die Gesamtzahl offener Futures-Positionen – wieder deutlich an, nachdem es während der Konsolidierung gefallen war. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass frisches Kapital in den Markt fließt.

Wie nachhaltig ist die Bitcoin-Rally?

Ob der aktuelle Anstieg nachhaltig ist, hängt laut der Analyse von mehreren Faktoren ab. Entscheidend bleibt vor allem, ob die Nachfrage im Spotmarkt bestehen bleibt.

Solange der Spot-CVD weiterhin positiv bleibt, das Open Interest moderat wächst und die Funding-Raten nicht überhitzen, könnte die Bewegung stabil bleiben.

Sollte die Spot-Nachfrage jedoch nachlassen, während gleichzeitig Open Interest und Funding weiter steigen, könnte das Risiko eines sogenannten Long-Flush steigen. In diesem Fall würden überhebelte Long-Positionen liquidiert und der Kurs kurzfristig wieder unter Druck geraten.

Der aktuelle Ausbruch zeigt jedoch einen wichtigen Unterschied zu früheren Marktbewegungen: Diesmal scheint der Spotmarkt deutlich stärker an der Rally beteiligt zu sein. Das erhöht nach Ansicht einiger Marktbeobachter die Qualität der aktuellen Bitcoin-Bewegung.

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Über den Autor:
Jan-Eric Stehr

Jan-Eric Stehr ist seit August 2023 Chief Editor bei Crypto Insiders. Davor übersetzte und lokalisierte er die Website ins Deutsche. Mit seinem Ingenieursabschluss (B.Sc.) in Prozessmanagement/Maschinenbau und beruflicher Erfahrung im Consulting, unterstützt er Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Seine Leidenschaft für Kryptowährungen fand er 2020, als er in sie investierte, und durch seine freiberufliche Tätigkeit vertiefte er sich weiter in dieses Thema.

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