Stephanie Morgenroth Stephanie Morgenroth
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Was von Krypto bleibt

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Was von Krypto bleibt

Foto: AdolescentChat/Shutterstock

Wer heute sagt „Ich investiere in Krypto“, sagt damit eigentlich wenig Konkretes.

Krypto ist kein einheitlicher Markt mit klaren Spielregeln. Es ist ein komplexes System aus technologischen Schichten – vergleichbar mit dem Internet. Je nachdem, in welcher Ebene du investierst, kaufst du völlig unterschiedliche Chancen und Risiken.

Diese Unterscheidung ist entscheidend – und sie ist 2026 aktueller denn je. Denn der Rückblick auf 2025 zeigt: Während Bitcoin (BTC) mit einem leichten Minus relativ stabil blieb, verloren über 50 % aller Token laut Pantera Capital mehr als 79 % an Wert.

Viele davon funktionierten technisch, hatten Nutzer – und stürzten trotzdem ab. War das nur ein Rücksetzer? Oder eine fundamentale Marktbereinigung? Ich glaube: Letzteres.

Bitcoin-Handel bricht ein: Volumen halbiert, Anleger fliehen
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Preis ≠ Wert: Warum Technologie allein nicht reicht

Ein häufiges Missverständnis lautet:

„Wenn ein Projekt gut ist, steigt auch der Token.“

Doch 2025 war kein Jahr der Fundamentals. Politische Ereignisse, Kapitalverschiebungen und strukturelle Veränderungen bestimmten die Richtung. Drei Entwicklungen zeigen besonders klar, warum Preis und tatsächlicher Wert oft auseinanderlaufen:

  • Wert fließt am Token vorbei: Viele Protokolle generieren Einnahmen – aber Tokenhalter profitieren nicht direkt. Gute Tokenomics im Whitepaper ersetzen keine klaren Ansprüche.
  • Wert entsteht außerhalb der Blockchain: Zahlungsabwicklung, Tokenisierung und Stablecoins wachsen – aber der Ertrag bleibt oft bei Firmen, nicht im Token.
  • Kapital konzentriert sich: Institutionelles Geld fließt zu wenigen, etablierten Projekten. Gute Technik reicht nicht, wenn Liquidität und Vertrauen fehlen.

Wo entsteht heute echter Wert?

Seit Jahren diskutieren Experten, wo im Krypto-Stack Wert entsteht. Drei Ansätze helfen 2026 bei der Orientierung:

  • Fat Protocol: Wert liegt in der Basis – bei Netzwerken wie Bitcoin und Ethereum (ETH), die direkt an der Nutzung verdienen.
  • Fat App: Der Wert sitzt bei den Anwendungen – da, wo Nutzerbindung entsteht und Umsätze direkt mit dem Produkt verknüpft sind.
  • Hybride Modelle: Erfolgreiche Projekte wie Hyperliquid (HYPE) kombinieren Protokoll und App – etwa durch Rückkaufprogramme, die Token-Inhabern indirekten Cashflow bieten.

Das Schwab-Modell von 2026 bringt Klarheit: Der größte Wert liegt unten (Protokolle) und oben (Produkte). Die mittlere Infrastrukturebene ist zwar notwendig, aber oft austauschbar und schwer monetarisierbar.

Bitcoin erholt sich – dennoch 680 Mio. Euro verloren
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So positioniere ich mein Portfolio

Für 2026 ziehe ich fünf klare Lehren:

  1. Verstehe die Ebene, in die du investierst – jede Schicht hat eigene Dynamiken.
  2. Setze auf Basisschichten wie Bitcoin als stabilen Kern.
  3. Wähle Produkte mit echtem Ertragsmodell, nicht nur schöne Interfaces.
  4. Infrastruktur nur selektiv, wenn sie unverzichtbar ist.
  5. Rechne mit Konsolidierung – langfristig setzen sich nur wenige Projekte durch.

Qualität schlägt Quantität

Die Phase des „alles steigt“ ist vorbei. Wer 2026 erfolgreich investieren will, muss differenzieren – nach Schicht, Nutzen und Kapitalfluss. Schau nicht nur auf den Preis. Frag dich: Wo entsteht der Wert – und kommt er beim Token wirklich an?

Versteh den Markt, bevor du investierst.
Auf meinem YouTube-Kanal zeige ich dir, wo heute echter Wert in Krypto entsteht – fundiert, verständlich und ohne Hype. Jetzt reinschauen!

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Über den Autor:
Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth ist seit Juli 2024 Autorin bei Crypto Insiders. Ursprünglich absolvierte sie ein Medizinstudium und promovierte in diesem Fachbereich. Während ihrer Tätigkeit als Therapeutin entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Vermitteln von Wissen. 2020 stieß sie auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie und gründete 2021 den YouTube-Kanal „MissCrypto“, um ihr Wissen zu teilen. Ihre Expertise liegt in den Bereichen Kryptowährungen, Blockchain, Finanzen und Web3. Stephanie ist regelmäßige Sprecherin auf Konferenzen und eine gefragte Ansprechpartnerin für deutsche Medien.

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