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Privacy-Coins haben es derzeit schwer. Monero(XMR) und Zcash (ZEC) verzeichnen deutlich stärkere Rückgänge als der restliche Kryptomarkt und haben innerhalb eines Monats 20 bis 30 Prozent an Wert eingebüßt.
Wenn Anleger nervös werden, stoßen sie oft zuerst sogenannte „risikoreiche Assets“ ab – in dieses Segment fallen auch Privacy-Coins. Zusätzlich verschärft sich der Druck auf diese Kryptowährungen durch strengere gesetzliche Auflagen und regulatorische Unsicherheiten.
Kurz zusammengefasst:
- Monero und Zcash gehören in den letzten Wochen zu den größten Verlierern am Kryptomarkt
- Der gesamte Privacy-Coin-Sektor hat rund 1,5 % seiner Marktkapitalisierung verloren
- Die Abverkäufe scheinen vor allem durch Risikovermeidung und Angst vor Regulierung ausgelöst worden zu sein
Monero und Zcash unter Druck
Monero und Zcash, zwei Kryptowährungen mit starker Ausrichtung auf Anonymität und Datenschutz, stehen besonders unter Druck. In den vergangenen sieben Tagen verlor Monero 19,2 % und Zcash 28,8 % an Wert.
Damit zählen sie nicht nur innerhalb ihrer Kategorie, sondern auch im gesamten Kryptomarkt zu den größten Verlierern. Ein kleiner Lichtblick: Monero konnte heute einen Zugewinn von knapp 3 % verzeichnen.
Auch im Vergleich zu anderen Privacy-Coins schneiden sie unterdurchschnittlich ab. Die gesamte Marktkapitalisierung der Privacy-Coin-Sparte ist um 1,5 % gesunken. Neue Projekte sind ebenfalls betroffen: So fiel Zama, ein neuer Privacy-Coin auf der Börse Bitvavo, in den letzten 24 Stunden um fast 5 %.

Warum stehen Privacy-Coins so stark unter Druck?
Pavel Nikienkov, Mitbegründer und Projektleiter des Privacy-Projekts Zano, sieht zwei Hauptgründe für die aktuelle Schwächephase.
Erstens gehen Anleger angesichts geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten weniger Risiko ein. Zweitens lasten auf Privacy-Coins besondere regulatorische Risiken, die Anleger zunehmend abschrecken.
„Wenn der Markt vorsichtiger wird, sind Kryptowährungen mit regulatorischem Risiko meistens die ersten, die verkauft werden“, so Nikienkov.
Handelsplattformen ziehen sich zurück
In den vergangenen drei Jahren haben immer mehr große Handelsplattformen die Unterstützung für Privacy-Coins eingeschränkt oder ganz eingestellt – häufig auf Druck von Aufsichtsbehörden, insbesondere aus der Europäischen Union.
Diese verschärften Vorschriften erschweren den Handel mit datenschutzorientierten Coins erheblich. Das wiederum macht sie weniger attraktiv für institutionelle Anleger. Laut Nikienkov führt das Verschwinden von Handelsplätzen zu einem strukturellen Problem:
„Wenn die Liquidität abnimmt, fallen die Kursbewegungen oft viel extremer aus als bei anderen Marktsegmenten.“
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