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Krypto-Skandal: LIBRA stammt von den Machern der Melania-Memecoin

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Foto: Evan El-Amin/Shutterstock

Am vergangenen Wochenende brachte der argentinische Präsident Javier Milei den Memecoin-Markt mit einer neuen Kryptowährung ins Wanken: LIBRA. Innerhalb weniger Stunden brach der Wert ein und Milliarden Dollar lösten sich in Luft auf.

Dies führte zu einer politischen Krise, in der sogar Mileis Rücktritt gefordert wird. Laut der Krypto-Datenfirma Bubblemaps steckt hinter diesem Debakel dasselbe Team, das zuvor die Memecoin Melania (MELANIA) auf den Markt brachte.

Neue On-Chain-Daten zeigen, dass beide Token über identische Finanzstrukturen und versteckte Wallets manipuliert wurden. Doch wer steckt hinter diesen politischen Pump-and-Dump-Manövern?

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Neues Beweismaterial verknüpft LIBRA und MELANIA-Memecoins

Analysten von Bubblemaps sind sich „sehr sicher“, dass das Team hinter MELANIA auch für die LIBRA-Memecoin verantwortlich ist.

Neue On-Chain-Daten zeigen, dass die LIBRA-Lancierung mit den Machern von Melania verknüpft ist. Dieselben Personen sollen hinter beiden Coins stecken.

Bubblemaps weist auf eine Wallet mit der Adresse „0xcEA“ hin. Diese Wallet kaufte direkt nach der Melania-Token-Lancierung am 19. Januar große Mengen der Coins auf – ein unfairer Vorteil, der dem Besitzer einen Gewinn von 2,4 Millionen Dollar einbrachte. Der gesamte Betrag wurde anschließend rasch auf eine andere Wallet transferiert.

Auffällig ist, dass diese Wallets über komplexe Transaktionen miteinander verbunden sind – darunter Finanzierungs- und Cross-Chain-Transfers, die offenbar dazu dienten, die wahre Herkunft der Gelder zu verschleiern.

„Das bedeutet, dass der Ersteller von Melania – oder jemand aus dessen Team – die Lancierung manipuliert hat,“ so Bubblemaps.

Identisches Muster beim LIBRA-Token

Einige Wochen später entdeckte Bubblemaps, dass die 0xcEA-Wallet auch die Wallet finanzierte, die für die Erstellung des LIBRA-Tokens verantwortlich war.

Nach der LIBRA-Lancierung am 15. Februar kaufte die 0xcEA-Wallet erneut große Mengen des Tokens und erzielte einen Gewinn von 6 Millionen Dollar. Dabei wurden dieselben Methoden genutzt wie zuvor – mit mehreren Zwischenwallets und Cross-Chain-Transfers, finanziert über die Netzwerke Arbitrum und Avalanche.

Wegen dieser nahezu identischen Finanzierungsstrukturen via CCTP (Cross-Chain Transfer Protocol) geht Bubblemaps davon aus, dass LIBRA und MELANIA von demselben Team erschaffen wurden.

Zusätzlich vermutet Bubblemaps, dass die 0xcEA-Wallet hinter weiteren Pump-and-Dump-Token steckt – darunter eine Fake-Robinhood (HOOD)-Münze, die eine Marktkapitalisierung von 120 Millionen Dollar erreichte, bevor sie auf 12,5 Millionen Dollar abstürzte.

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LIBRA und MELANIA stürzten innerhalb weniger Stunden ab

Die LIBRA-Memecoin wurde direkt nach ihrer Einführung von Präsident Milei beworben. Doch die Lancierung endete in einem finanziellen Desaster.

Insider sollen über 107 Millionen Dollar abgezogen haben, was den Token innerhalb von vier Stunden um 94 % abstürzen ließ – ein Wertverlust von 4,5 Milliarden Dollar.

Milei steht nun nicht nur vor politischen, sondern auch vor juristischen Problemen: Mehrere Betrugsanzeigen wurden gegen den amtierenden Präsidenten eingereicht.

Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Lookonchain waren mindestens acht Wallets mit dem LIBRA-Team verknüpft. Diese Wallets entzogen schnell Liquidität und sammelten zusammen 57,6 Millionen USDC sowie 249.671 Solana (in dem Moment 49,7 Millionen Dollar wert).

Die Melania-Token erlitt ein ähnliches Schicksal. Nach der Einführung am 19. Januar erreichte MELANIA innerhalb von vier Stunden eine Höchstbewertung von über 13 Milliarden Dollar – nur um anschließend um 99 % auf 189 Millionen Dollar abzustürzen.

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Über den Autor:
Jan-Eric Stehr

Jan-Eric Stehr ist seit August 2023 Chief Editor bei Crypto Insiders. Davor übersetzte und lokalisierte er die Website ins Deutsche. Mit seinem Ingenieursabschluss (B.Sc.) in Prozessmanagement/Maschinenbau und beruflicher Erfahrung im Consulting, unterstützt er Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Seine Leidenschaft für Kryptowährungen fand er 2020, als er in sie investierte, und durch seine freiberufliche Tätigkeit vertiefte er sich weiter in dieses Thema.

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