Der Kryptomarkt befindet sich derzeit in einer typischen Septemberkorrektur, einer historisch herausfordernden Phase für digitale Währungen. Marktanalysten betonen aber, dass diese Schwäche eine strategische Chance für Anleger sein kann, die sich für das traditionell starke vierte Quartal positionieren wollen.
Klare Trends am Kryptomarkt
Historische Daten zeigen, dass August und September traditionell die schwächsten Monate für Kryptowährungsentwicklungen sind. September gilt seit Bestehen von Bitcoin (BTC) als der schwächste Monat mit einer durchschnittlichen Rendite von minus vier Prozent. Diese Phase kontrastiert stark mit dem vierten Quartal, in dem digitale Währungen historisch glänzen.
Der Oktober zeigt im Schnitt eine positive Rendite von 22 Prozent, gefolgt vom November mit beeindruckenden 46 Prozent durchschnittlichen Gewinnen. Der Dezember schließt das Jahr meist mit einer bescheideneren, aber weiterhin positiven Rendite von fünf Prozent ab. Diese Muster bilden die Grundlage für die aktuellen strategischen Überlegungen vieler Analysten.
Die aktuelle Marktvolatilität zeigte diese Empfindlichkeit, als Ethereum ein neues Allzeithoch (All-time High) nach Aussagen des Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, zu möglichen Zinssenkungen erreichte. Diese Gewinne wurden jedoch fast sofort wieder abgegeben, was die fragile Stimmung am Markt unterstreicht.
Technische Analyse zeigt entscheidende Niveaus für Bitcoin und Ethereum
Bitcoin stößt aktuell bei rund 112.000 Dollar auf Widerstand, wobei Analysten ein Muster tieferer Hochs und tieferer Tiefs erkennen. Unterstützungen werden zwischen 100.000 und 103.000 Dollar erwartet. Ein Ausbruch über 116.000 Dollar könnte laut technischen Analysten eine mögliche Trendwende signalisieren.
Ethereum zeigt relativ mehr Stärke mit einer positiven Entwicklung von zwanzig Prozent in diesem Monat, während Bitcoin um sieben Prozent fiel. Der 20-tägige exponentielle Gleitende Durchschnitt (EMA) bildet für Ethereum eine wichtige Unterstützungszone zwischen 3.400 und 3.900 Dollar und gilt unter Analysten als attraktives Einstiegsniveau.
Bestimmte Altcoins rücken in den Fokus von Marktanalysten
Chainlink steht nach einem bemerkenswerten Anstieg von 15 auf 28 Dollar im Fokus. Analysten erwarten eine Korrektur in den Bereich von 20 bis 21 Dollar, was der 20-Wochen-EMA entspricht. Das Projekt hat aktuell eine strategische Reserveankündigung veröffentlicht und könnte erstmals seit vier Jahren einen signifikanten Aufwärtstrend gegenüber Bitcoin einleiten.
Sui gilt trotz aktueller Schwäche unter der 20-EMA als vielversprechendes Ökosystem dank stetigen Wachstums. Analysten erwarten eine V-förmige Erholung, sobald der Markt dreht. Auch Tao wird ähnlich beurteilt, mit vergleichbaren Erwartungen an eine Erholung.
Die Empfehlungen konzentrieren sich auf etablierte Projekte mit nachweisbarer Erfolgsbilanz, während dazu geraten wird, extrem risikoreiche kleinere Altcoins in dieser volatilen Phase zu meiden. Anlegern wird empfohlen, die aktuelle Schwäche für eine strategische Positionierung zu nutzen, da die Beteiligung von Privatanlegern weiterhin begrenzt bleibt und der Bullenmarkt voraussichtlich länger als nur das vierte Quartal andauert.