Foto: Atichat Wattanasin Stone/Shutterstock
Ein großer Krypto-Investor hat einen extrem teuren Fehler gemacht. Dieser sogenannte „Whale“ verlor in einem einzigen Moment fast 50 Millionen Dollar (44 Millionen Euro).
Die Ursache war weder ein Hack noch Betrug. Der Investor genehmigte die Transaktion selbst, obwohl eine deutliche Warnung angezeigt wurde.
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Kurz zusammengefasst
- Ein Investor wollte Kryptowährungen im Wert von 50 Millionen Dollar tauschen, erhielt jedoch nur 36.000 Dollar zurück.
- Die Plattform zeigte eine deutliche Warnung vor dem schlechten Deal, die der Nutzer selbst bestätigen musste.
- Die beteiligten Parteien bestätigen, dass kein Hack stattgefunden hat; die Transaktion wurde genau so ausgeführt, wie der Nutzer sie angeordnet hatte.
Eine Transaktion, 50 Millionen Dollar Verlust
Der anonyme Investor wollte auf Aave Kryptowährungen im Wert von 50 Millionen Dollar in USDT gegen AAVE tauschen. Aave ist eine sehr beliebte Lending-Plattform auf dem Ethereum (ETH)-Netzwerk. Die Transaktion wurde am Donnerstag über das Handelsprotokoll CoW Swap abgewickelt.
Anstatt einen vergleichbaren Betrag zu erhalten, bekam der Nutzer lediglich 324 AAVE-Token. Diese hatten zu diesem Zeitpunkt nur einen Wert von 36.000 Dollar.
Damit verlor der Investor in einem einzigen Schritt fast 50 Millionen Dollar. Solche Transaktionen sind unumkehrbar.
GERADE EINGETROFFEN: ein Händler hat versehentlich 50 Millionen USDT gegen 36.000 AAVE im Ethereum-Netzwerk eingetauscht 😲 pic.twitter.com/ODoT90UGH6
— Crypto Insiders 🇩🇪 (@Cryptoinsidersd) March 13, 2026
Laut Stani Kulechov, dem Gründer von Aave, erhielt der Nutzer eine deutliche Warnung vor einer „außergewöhnlichen Slippage“. Slippage bezeichnet die Differenz zwischen dem erwarteten Preis einer Transaktion und dem Preis, zu dem sie letztlich ausgeführt wird.
Dies kommt vor allem bei sehr großen Orders vor oder wenn es zu diesem Zeitpunkt zu wenige Käufer und Verkäufer für eine bestimmte Kryptowährung gibt.
Der endgültige Preis fiel daher deutlich schlechter aus als erwartet. Um fortzufahren, musste der Investor die Warnung auf seinem Smartphone bewusst mit einem Häkchen bestätigen.
„Der Nutzer bestätigte die Warnung und setzte die Transaktion fort, womit er die hohe Slippage akzeptierte“, erklärte Kulechov.
Auch CoW Swap bestätigte, dass technisch alles korrekt ablief:
„Es liegt kein Fehler im Protokoll und keine böswillige Absicht vor. Die Transaktion wurde genau so ausgeführt, wie der Nutzer sie angeordnet hatte.“
Für die Transaktion wurden außerdem mehr als 600.000 Dollar an Gebühren berechnet. Aave erklärte, man habe Mitgefühl mit dem Nutzer und versuche, die Transaktionskosten zurückzuerstatten.
Dieser Vorfall dürfte wahrscheinlich der größte Verlust sein, der jemals durch Slippage verursacht wurde.
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