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Nach einem fulminanten Start ins neue Jahr ist der Kryptomarkt Anfang Januar plötzlich abgekühlt. Bitcoin (BTC) fiel am 8. Januar unter die Marke von 90.000 US-Dollar und bewegt sich seither seitwärts rund um dieses Niveau.
Auch viele andere Kryptowährungen gaben nach, während die Gesamtmarktkapitalisierung auf etwa 3,1 bis 3,2 Billionen US-Dollar zurückging. Das wirft die Frage auf: Handelt es sich um den ersten Riss im Optimismus – oder nur um eine temporäre Verschnaufpause?
Gewinnmitnahmen nach schnellem Anstieg
In den ersten Januartagen stieg Bitcoin rasch in Richtung 94.000 US-Dollar. Dieser Anstieg erfolgte in kurzer Zeit – und wenn die Kurse schnell steigen, nehmen viele Anleger ihre Gewinne mit. Genau das ist auch jetzt geschehen.
Im Bereich zwischen 94.000 und 94.500 US-Dollar wurde Bitcoin erneut abgewiesen – zum dritten Mal. Ab diesem Punkt nahm der Verkaufsdruck zu und die Marktstimmung kippte.
Kapitalflüsse in ETF-Fonds kehren sich plötzlich um
Ein wichtiges Signal kommt von den börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETFs) in den USA. Diese Fonds ermöglichen sowohl privaten als auch institutionellen Investoren einen einfachen Zugang zu Bitcoin.
Während in den ersten Handelstagen 2026 noch 1,18 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen verzeichnet wurden, folgten darauf drei Tage mit deutlichen Abflüssen.

Allein am 8. Januar flossen fast 400 Millionen US-Dollar ab. Damit sind nahezu alle Gewinne seit Jahresbeginn wieder verloren. Per Saldo liegt das Plus 2026 bisher nur noch bei rund 40 Millionen US-Dollar.
Das wiegt schwer auf die Marktstimmung, denn genau diese ETFs gelten als Motor für institutionelle Nachfrage. Und wenn dieser Motor ins Stocken gerät, spürt der Markt das sofort.
Makro-Sorgen verstärken den Rückgang
Gleichzeitig sorgen makroökonomische Entwicklungen für zusätzliche Vorsicht. Aktuelle US-Arbeitsmarktdaten dämpften die Erwartungen an baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Höhere Zinsen machen risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen weniger attraktiv.
Wie sehen Analysten die Situation?
Laut dem Krypto-Analysten Michaël van de Poppe wirkt der jüngste Rückgang heftiger als das, was viele Anleger gewohnt sind – genau das mache die Situation aber interessant.
In einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) weist er darauf hin, dass Bitcoin laut der 3-Tages-MACD die stärkste Korrektur in seiner Geschichte durchläuft:
„Der MACD-Indikator war in der Geschichte von Bitcoin noch nie so tief im negativen Bereich.“
Van de Poppe vergleicht den aktuellen Rückgang mit früheren Krisen – darunter der Luna-Crash 2022, die COVID-Krise 2020 und der Bärenmarkt 2018 – und kommt zu dem Schluss, dass die aktuelle Korrektur sogar noch stärker ausfällt.
Dennoch gibt er zu bedenken: Wer historisch gesehen in solchen Phasen eingestiegen sei, habe am Ende stets hohe Gewinne erzielt.
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