Foto: Nattakorn_Maneerat/Shutterstock
Der Kryptomarkt steht erheblich unter Druck. Bitcoin (BTC) fiel zum ersten Mal in diesem Jahr unter 75.000 Dollar und auch andere große Coins wie Ethereum (ETH) und Solana (SOL) gaben deutlich nach. Analysten sehen dafür eine Reihe klarer Ursachen. Was ist genau los und wird es wieder besser?
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Kurz zusammengefasst
- Bitcoin ist unter 75.000 Dollar gefallen. Auch andere große Kryptomünzen wie Ethereum und Solana stehen tief im Minus.
- Der Bitcoin-Kurs liegt jetzt 37 Prozent niedriger als der Rekordstand im Oktober. Experten schätzen die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs auf 69.000 Dollar auf 68 Prozent.
- Der Rückgang kommt durch eine Mischung von Faktoren zustande, darunter die Nominierung eines neuen Chefs für die amerikanische Zentralbank und politische Unsicherheit in den USA.
Deutlicher Rückgang über den gesamten Markt
Bitcoin erreichte am Sonntag mit einem Kurs knapp unter 75.000 Dollar den niedrigsten Punkt dieses Jahres. Obwohl der Preis danach kurz in Richtung 80.000 Dollar anstieg, setzt sich der negative Trend fort. Zum Zeitpunkt des Schreibens steht der Kurs bei etwa 78.453 Dollar, ein Rückgang von elf Prozent in einer Woche.
Verglichen mit dem Rekordpreis im Oktober ist Bitcoin fast 40 Prozent weniger wert.
Andere bekannte Kryptomünzen entgehen dem Rückgang ebenfalls nicht. Ethereum ist im vergangenen Monat gut 28 Prozent im Wert gefallen auf etwa 2251 Dollar. Solana fiel im gleichen Zeitraum gut 25 Prozent auf 100 Dollar und XRP gab 24 Prozent ab und steht jetzt bei 1,59 Dollar.
Warum fällt der Kryptomarkt gerade jetzt?
Der Druck kommt laut Analysten vor allem durch eine Mischung von Faktoren. Politische Unsicherheit in den Vereinigten Staaten, wie Diskussionen rund um einen möglichen Shutdown, sorgt dafür, dass Anleger aus riskanten Assets wie Krypto flüchten.
Darüber hinaus spielt mit, dass Unruhe durch die Nominierung von Kevin Warsh als möglicher neuer Vorsitzender der amerikanischen Zentralbank entstanden ist. Märkte versuchen zu erraten, was dies für die Zinsen bedeutet. Wenn Anleger denken, dass die Zinsen länger hoch bleiben oder schneller steigen, bekommen Krypto und Aktien oft als erstes einen Schlag.
Probleme im Kryptosektor spielen ebenfalls mit
Neben dem wirtschaftlichen Gegenwind spielt die Politik in den Vereinigten Staaten eine Rolle. Der „Clarity Act“, ein wichtiges Gesetz, das für klare Handelsregeln sorgen sollte, ist festgefahren. Dies geschah, nachdem der Chef der großen Handelsplattform Coinbase seine Unterstützung zurückzog.
Brian Armstrong tat dies wegen einer Regel im Gesetz, die Kunden verbieten würde, Zinsen auf sogenannte Stablecoins zu verdienen. Der Mangel an klarer Gesetzgebung macht Investoren besonders nervös.
Was bedeutet dies für die kommenden Tage?
Der Kryptomarkt bleibt anfällig, solange die Unruhe auf den Finanzmärkten anhält und die Unsicherheit rund um die amerikanische Politik fortdauert. Mit Bitcoin deutlich unter seinem Rekord und Altcoins, die noch härter fallen, deutet alles auf ein Sentiment hin, bei dem Anleger Risiko abbauen.
Solange keine Klarheit über die Zinspolitik der Fed und die festgefahrene amerikanische Kryptogesetzgebung kommt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Volatilität hoch bleibt und ein weiterer Test niedrigerer Niveaus wahrscheinlich ist.
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