Stephanie Morgenroth Stephanie Morgenroth
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Zwischen Stillstand und Spannung: Warum Bitcoin jetzt entscheidend ist

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Kolumnen
Bitcoin im Fokus: Die Wahrheit hinter den angeblichen Abverkäufen

Foto: 4kclips/Shutterstock

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber dieser Markt fühlt sich gerade an wie das sprichwörtliche „Auge des Sturms“. Kein kompletter Stillstand, aber auch keine Euphorie – zumindest bei Bitcoin. Dafür brodelt es bei den Altcoins gewaltig. Hier sind meine Gedanken zum aktuellen Geschehen

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Bitcoin: Keine Euphorie, aber klare Verteidigung

Ich beobachte Bitcoin (BTC) aktuell sehr genau – und was ich sehe, ist spannend: Seit dem neuen Allzeithoch bei 123.100 $ pendelt der Kurs in einer engen Range zwischen 115.000 $ und 120.000 $. Viele sprechen von Langeweile – ich sehe eine Verteidigungslinie in Echtzeit.

Auf Binance zum Beispiel sieht man im Orderbuch ganz klar, dass Verkäufer dominieren. Die Taker-Volumen zeigen, dass viele Retail-Investoren aktuell ihre Gewinne sichern. Klingt bärisch? Nicht unbedingt. Denn auf der Gegenseite stehen aggressive Käufer, die diese Verkaufswellen wieder und wieder absorbieren.

Was mir besonders auffällt: Die 115.000 $-Marke wird konsequent verteidigt. Für mich ein klares Zeichen, dass der Markt zwar atmet, aber (noch) nicht bereit ist zu kippen.

Und trotzdem: Euphorie? Fehlanzeige. James Check von Glassnode bringt es gut auf den Punkt – es fehlt aktuell schlicht an Volumen. Ohne Kaufdruck kein neues Momentum. Selbst wenn langfristig 200K realistisch sind, brauchen wir dafür mehr als nur Hoffnung.

Auch regional sieht man Zurückhaltung. Die Coinbase Premiums in den USA sind kaum vorhanden, in Korea wird BTC sogar mit Abschlag gehandelt. Für mich bedeutet das: Institutionelle halten sich bedeckt, Retail verkauft, der Markt justiert sich neu. Und genau jetzt entsteht der Boden für den nächsten großen Move.

Altcoins: Bitwise ETF & SEC-Showdown

Und während Bitcoin konsolidiert, geht es bei den Altcoins richtig zur Sache. Die SEC hat – Überraschung! – den ersten echten Multi-Asset-Krypto-ETF von Bitwise genehmigt, um ihn dann nur wenige Stunden später wieder zu pausieren. Regulierung à la SEC eben.

Das wäre ein Gamechanger gewesen: Ein Index-ETF mit Bitcoin, Ethereum (ETH), XRP, Solana (SOL), Cardano (ADA), Polkadot (DOT) und fünf weiteren Coins. Für mich ist klar: Die Vielfalt im Produkt hat die Behörde überfordert. Viele dieser Tokens haben noch keinen eigenen ETF und sind regulatorisch nicht final eingeordnet. Genau hier liegt der Knackpunkt.

Auch bei Grayscale war’s ja ein ewiges Hin und Her. Trotzdem: Dass Anbieter wie Franklin Templeton, Invesco oder 21Shares inzwischen ihre Produkte anpassen und neue Fonds (wie den SUI- oder ONDO-ETF) zur Prüfung einreichen, zeigt, wie ernst der ETF-Wettlauf genommen wird.

Für mich ist das der Beginn einer neuen ETF-Welle – auch wenn die SEC noch bremst, der Markt wird sich nicht aufhalten lassen.

Bitcoin bleibt ruhig, aber nicht schwach. Die 115K-Zone ist das neue Schlachtfeld. Bei den Altcoins geht’s dagegen schon heiß her – die ETF-Dynamik hat gerade erst begonnen. Wer jetzt gut hinschaut, versteht, wo in den kommenden Monaten das echte Potenzial liegt.

Du suchst tiefere Einblicke zu Bitcoin, Altcoins und der weltweiten Krypto-Adoption? Dann schau gerne auf meinem YouTube-Kanal vorbei – dort findest du regelmäßig fundierte Analysen, aktuelle Markt-Updates und ehrliche Einschätzungen aus erster Hand.

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Über den Autor:
Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth ist seit Juli 2024 Autorin bei Crypto Insiders. Ursprünglich absolvierte sie ein Medizinstudium und promovierte in diesem Fachbereich. Während ihrer Tätigkeit als Therapeutin entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Vermitteln von Wissen. 2020 stieß sie auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie und gründete 2021 den YouTube-Kanal „MissCrypto“, um ihr Wissen zu teilen. Ihre Expertise liegt in den Bereichen Kryptowährungen, Blockchain, Finanzen und Web3. Stephanie ist regelmäßige Sprecherin auf Konferenzen und eine gefragte Ansprechpartnerin für deutsche Medien.

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