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Poker um die Krypto-Zukunft – Was Washington jetzt entscheidet

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Kolumnen
Poker um die Krypto-Zukunft – Was Washington jetzt entscheidet

Foto: Framalicious / Shutterstock.com

Heute Morgen, als ich wie gewohnt meinen Marktüberblick gemacht habe, war ich überrascht: Bitcoin (BTC) testet erneut die 95.000-Dollar-Marke, doch die übliche Euphorie aus den USA bleibt aus. Stattdessen spürt man eine fast greifbare Nervosität.

Der Coinbase Premium Index, ein Indikator dafür, wie viel Anleger in den USA im Vergleich zu internationalen Märkten für Bitcoin zahlen, ist ins Negative gefallen. Für mich ein klares Zeichen: Institutionelle Investoren in den USA treten auf die Bremse – nicht aus mangelndem Interesse, sondern weil sie auf Klarheit warten.

Es ist ein seltsames Gefühl. Einerseits erleben wir weltweit einen Bullenmarkt, andererseits herrscht gerade in den USA, dem Herz der Finanzwelt, eine Schockstarre. Für mich als Investorin heißt das: Ich beobachte mit höchster Konzentration, was sich nicht auf den Charts, sondern in der Politik abspielt.

Denn dort, in den Sitzungssälen des US-Senats, werden aktuell die Spielregeln für die nächsten Jahre festgelegt.

Weltordnung in 12 Stunden verändert – Bitcoin profitiert
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Der Clarity Act – Weichenstellung für die Zukunft

Morgen entscheidet der Senat über den „Digital Asset Market Clarity Act“. Für viele mag das nach einem weiteren bürokratischen Titel klingen – für mich ist es ein echter Gamechanger. Es geht um Fragen, die direkt mein Portfolio betreffen.

Dürfen Stablecoin-Anbieter Zinsen zahlen? Wird die Nutzung von Staking weiter eingeschränkt? Und vor allem: Wie wird mit Interessenkonflikten in Regierungskreisen umgegangen?

Besonders brisant finde ich den Vorschlag, passive Renditen auf Stablecoins zu verbieten, um Banken zu schützen. Das zeigt mir, wie stark der Druck der klassischen Finanzlobby noch immer ist.

Gleichzeitig sehe ich in der Debatte aber auch Hoffnung: Es ist das erste Mal, dass Krypto nicht als Bedrohung, sondern als ernstzunehmender Markt mit klaren Regeln behandelt wird. Und das ist letztlich genau das, was wir brauchen – Klarheit und Rechtssicherheit.

Zwischen Adoption, Marktstärke und wachsender Vorsicht

Während Ethereum (ETH) durch große Staking-Zugänge wie die von BitMine neue Stärke zeigt und XRP bei hohem Volumen charttechnisch ausbricht, sehe ich in Monero (XMR) ein stilles Zeichen.

Hier funktioniert Adoption ohne Hype – getrieben durch echte Nutzung. Das zeigt mir, dass in diesem Markt auch unter der Oberfläche viel in Bewegung ist.

Trotz aller positiven Entwicklungen bleibt für mich ein Punkt zentral: Sicherheit. Die Warnungen von Chainalysis über gefälschte Nachrichten im Namen großer Krypto-Plattformen lassen mich noch vorsichtiger agieren.

Ich prüfe jede Mail, jede Nachricht doppelt. Die Professionalisierung des Marktes bringt nicht nur Chancen, sondern auch neue Risiken.

Ich sehe diese Woche als eine Art Lackmustest. Sollte der Clarity Act durchkommen, haben wir ein Fundament, auf dem ein echter Krypto-Finanzmarkt wachsen kann – mit Beteiligung großer Player, aber unter klaren Bedingungen.

Noch ist nichts entschieden. Aber ich bleibe dran, halte mein Portfolio stabil – und meine Augen auf Washington gerichtet.

Die Politik entscheidet, wo Krypto morgen steht – du willst vorbereitet sein?
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Über den Autor:
Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth ist seit Juli 2024 Autorin bei Crypto Insiders. Ursprünglich absolvierte sie ein Medizinstudium und promovierte in diesem Fachbereich. Während ihrer Tätigkeit als Therapeutin entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Vermitteln von Wissen. 2020 stieß sie auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie und gründete 2021 den YouTube-Kanal „MissCrypto“, um ihr Wissen zu teilen. Ihre Expertise liegt in den Bereichen Kryptowährungen, Blockchain, Finanzen und Web3. Stephanie ist regelmäßige Sprecherin auf Konferenzen und eine gefragte Ansprechpartnerin für deutsche Medien.

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