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Ethereum bricht aus, Bitcoin bleibt stark

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Kolumnen
Ethereum bricht aus, Bitcoin bleibt stark

Foto: Jirapong Manustrong/Shutterstock

Was für ein Tag im Kryptomarkt! Während Ethereum (ETH) ein neues Jahreshoch erreicht und Bitcoin (BTC) sich oberhalb der magischen Marke von 118.000 Dollar stabilisiert, bleibt die Großwetterlage hochspannend. Zeit für eine Einordnung aus meiner Sicht – mit Fokus auf die großen Themen der Woche.

Die größte Marktmanipulation beginnt in deinem Kopf
Die größte Marktmanipulation beginnt in deinem Kopf

Bitcoin: US-Gesetze & die Frage nach dem Retail-Flow

Die USA erhöhen das Tempo in Sachen Krypto-Regulierung. Nach einem fast zehnstündigen Voting-Marathon im Repräsentantenhaus ist klar: Die Kryptogesetze GENIUS und Clarity stehen unmittelbar vor der nächsten Abstimmungsrunde.

Besonders brisant ist ein Zusatz, der die Einführung von CBDCs klar einschränken soll. Die Chancen stehen gut, dass das Regelwerk schon kommende Woche weiterkommt.

Der Markt bleibt erstaunlich ruhig – was meistens kein schlechtes Zeichen ist. Bitcoin hält sich solide über 118.000 Dollar, gute 20.000 Dollar über dem Wochentief. Laut Glassnode kamen allein beim Rücksetzer zwischen 116.000 und 118.000 mehr als 196.000 BTC (rund 23 Mrd. USD) aufs Tableau.

Gerade Wallets mit 1 bis 100 BTC kaufen weiter schneller zu als neue Coins von Minern auf den Markt kommen.

Spannend bleibt die Frage: Ist der Privatanleger bereits zurück? Die Coinbase-App machte im US-Appstore einen Sprung um satte 249 Plätze nach oben – typisch für die frühen Phasen eines Bullenmarkts.

Trotzdem bleiben Google-Suchen nach „Bitcoin“ oder „Krypto“ noch verhalten. Einige Analysten sehen deshalb weiterhin die Institutionellen als Hauptmotor, andere erkennen aber schon erste Rückkehrer bei Privaten.

Die Zyklus-Frage wird erneut heiß diskutiert. So sieht K33 Research ein Ende der klassischen Vier-Jahres-Halvings. Heute, sagen sie, bestimmen Makro-Faktoren den Kurs: Institutionelle Zuflüsse, geopolitische Unsicherheiten und Inflation machen Bitcoin immer stärker zum reaktiven Wertspeicher – weniger zum spekulativen Hype-Coins.

Ethereum & Arbitrum: Kapitalflut und Momentum

Fast parallel dazu erreicht das Ethereum-Ökosystem einen Meilenstein: Die ETF-Zuflüsse schießen auf neue Rekordhöhen. Allein gestern flossen rund 720 Millionen Dollar in Ether-Spot-ETFs – davon über 490 Mio. in den BlackRock-Fonds.

Insgesamt liegen jetzt mehr als 5 Millionen ETH (über 4% des gesamten Angebots) in ETF-Produkten. Kein Wunder also, dass Ethereum die 3.400 Dollar überwindet und mit einem Plus von über 20% in nur einer Woche sogar Bitcoin hinter sich lässt.

Doch damit nicht genug: Arbitrum rückt ins Rampenlicht. Die PayPal-Webseite listet das Layer-2-Netzwerk erstmals als unterstützte Blockchain für PYUSD – offiziell zwar nicht angekündigt, aber der Markt liebt solche Gerüchte: Der ARB-Token legte daraufhin um satte 7,7% zu.

PayPal-Crypto auf Arbitrum? Würde definitiv Sinn machen, denn Skalierbarkeit ist Pflicht, wenn Kryptowährungen im Zahlungsalltag ankommen sollen.

Rote Zahlen, starke Nerven – Was wirklich hinter dem Rückgang steckt
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Zum Schluss: CME, TradFi und ein Lächeln

Zum Schmunzeln noch eine kleine Anekdote: Der weltweit größte Derivateanbieter CME plant, sein Krypto-Angebot zu erweitern – aber nur für ernst zu nehmende Infrastruktur-Assets wie XRP oder Solana.

Spaß-Coins wie DOGE oder Trump-Coin bekommen also keine Futures, egal wie laut die Community ruft. Dafür prüft die CME gerade, ob man nicht einfach auf echten Krypto-Rhythmus umstellt: Künftig vielleicht 24/7-Trading rund um die Uhr!

Wer sagt eigentlich, dass TradFi nicht lernfähig ist? Die Entwicklung macht Laune!

Wenn du Lust auf noch mehr Hintergründe zu Bitcoin, Altcoins und der Krypto-Adoption hast, schau gern auf meinem YouTube-Kanal vorbei: Dort erwarten dich regelmäßige Analysen, aktuelle Markt-Updates und praxisnahe Einblicke aus erster Hand.

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Über den Autor:
Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth ist seit Juli 2024 Autorin bei Crypto Insiders. Ursprünglich absolvierte sie ein Medizinstudium und promovierte in diesem Fachbereich. Während ihrer Tätigkeit als Therapeutin entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Vermitteln von Wissen. 2020 stieß sie auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie und gründete 2021 den YouTube-Kanal „MissCrypto“, um ihr Wissen zu teilen. Ihre Expertise liegt in den Bereichen Kryptowährungen, Blockchain, Finanzen und Web3. Stephanie ist regelmäßige Sprecherin auf Konferenzen und eine gefragte Ansprechpartnerin für deutsche Medien.

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