Foto: Yalcin Sonat / Shutterstock
Die vergangenen Wochen waren für den Kryptomarkt turbulent: Bitcoin (BTC) fiel zeitweise unter 80.000 US-Dollar und verzeichnete damit einen Rückgang von über 30 % seit dem letzten Hoch.
Viele Anleger gerieten in Panik – doch antizyklische Investoren, wie Mark Friedrich, nutzten diese Phase zum gezielten Nachkauf. Ist das der Anfang eines neuen Bärenmarkts oder lediglich eine gesunde Korrektur in einem weiterhin intakten Bullenmarkt?
Historische Muster und fehlende Euphorie
Ein Blick auf historische Daten zeigt, dass ähnliche Rücksetzer von 20–50 % in früheren Aufwärtsphasen keine Seltenheit waren. Der Fear & Greed Index fiel auf ein Rekordtief von 9 Punkten – ein klassisches Signal für eine überverkaufte Marktsituation.
Auch der starke Verkaufsdruck kurzfristiger Anleger deutet auf eine Bereinigung hin, die langfristig Stabilität schaffen kann.
Zwar sprechen einige Indikatoren wie die Bitcoin-Gold-Ratio oder die technische Schwäche auf Monatsbasis für ein mögliches Ende des Bullenmarkts, jedoch fehlen bisher klassische Merkmale wie Euphorie im breiten Markt oder ein massiver Anstieg bei Google-Suchanfragen rund um Bitcoin.
Makrodaten deuten auf weiteres Aufwärtspotenzial hin
Makroökonomisch betrachtet, ist ebenfalls Potenzial vorhanden: Der ISM-Index, der die wirtschaftliche Lage in der US-Industrie misst, liegt historisch niedrig – in der Vergangenheit kam das Bitcoin-Hoch stets nach dem ISM-Tief.
While the AI bubble in the stock market keeps inflating, the extremely financialized US economy is further de-industrializing:
The US ISM manufacturing „index has shown declining activity in 34 of the 36 months starting in November 2022“.
„Manufacturing has never been this weak… pic.twitter.com/qzIiHGgkCF
— Ben Norton (@BenjaminNorton) November 9, 2025
Auch die Underperformance kleinerer Unternehmen im Russell 2000 im Vergleich zu Tech-Werten zeigt, dass das volle Marktpotenzial möglicherweise noch nicht ausgeschöpft ist.
Die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin – Dezentralität, Knappheit, Unabhängigkeit von Zentralbanken – bleiben unverändert.
Friedrich bleibt daher langfristig bullisch: Er sieht weiterhin realistische Kursziele von 130.000 bis 150.000 US-Dollar und verweist auf mögliche historische Einstiegschancen bei Rücksetzern in Richtung 62.000 US-Dollar.
Wer den Bitcoin-Zyklus verstanden hat, weiß – Rücksetzer sind Chancen, keine Bedrohung.
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