Lagarde gegen Bitcoin: Warum die EZB-Chefin auf den digitalen Euro setzt

2 Min. Lesedauer
09. Okt. 2025, 19:01

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), bleibt eine prägende Figur in der Finanzwelt und führt regelmäßig öffentliche Diskussionen zu den Herausforderungen und Chancen der modernen Finanzlandschaft.

Vor einigen Tagen stand sie besonders im Mittelpunkt mehrerer bedeutender Veranstaltungen und Statements, die sowohl Studierende als auch die breite Öffentlichkeit beschäftigten, insbesondere in Bezug auf Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC).

Dialog mit der nächsten Generation: Lagarde auf College-Tour

Anfang Oktober nahm Lagarde an einer prominent beworbenen College-Tour teil, die unter dem Motto „Leaders in Finance“ lief. Bei dieser Gelegenheit stellte sie sich Fragen von Studierenden und jungen Führungskräften und stellte dabei ihre Positionen zu aktuellen Finanzthemen dar.

Die Veranstaltung, die sich gezielt an angehende Führungskräfte richtete, bot Lagarde eine Plattform, um über die Bedeutung von nachhaltigen Finanzstrategien, Digitalisierung und regulatorischen Herausforderungen zu sprechen.

Während des Gesprächs in der College-Tour wurde Lagarde explizit gefragt, ob Bitcoin eine Art „digitales Gold“ sei. Ihre Antwort war eindeutig: „Nein.“ Sie erklärte, dass sie zwar zögert, dies so klar zu sagen, aber sie stehe dazu, weil sie überzeugt ist, dass Bitcoin keinen intrinsischen oder zugrundeliegenden Wert habe.

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Lagarde wies darauf hin, dass es in den sozialen Medien eine starke Gemeinschaft und Überzeugung rund um BTC gebe, die einen gewissen Hype erzeugt. Dieser Hype führe dazu, dass Bitcoin einen Wert in Form eines Preises habe, der jedoch stark schwankt und keine echte fundamentale Basis besitzt.

Ihre Kernaussage war somit, dass der Wert von BTC hauptsächlich auf Glaube und Spekulation beruht und nicht auf greifbaren Fundamentaldaten.

Bitcoin und Regulierung: Lagarde warnt vor Risiken digitaler Währungen

Parallel zu dieser kritischen Haltung gegenüber Bitcoin treibt die EZB aktiv die Entwicklung eines digitalen Euros voran. Dieses Projekt zielt darauf ab, eine stabile und sichere digitale Zentralbankwährung bereitzustellen, die das traditionelle Geldsystem ergänzt und modernisiert.

Der digitale Euro soll als ein von der EZB ausgegebener Stablecoin fungieren, der den Menschen und Unternehmen in der Eurozone eine verlässliche sowie regulierte Alternative zu Kryptowährungen bietet.

Ob Lagardes Skepsis gegenüber Bitcoin gerechtfertigt ist oder ob sich die Kryptowährung langfristig doch als „digitales Gold“ etablieren kann, bleibt abzuwarten. Die Zukunft wird zeigen, welche Form des Geldes sich im digitalen Zeitalter durchsetzt – staatlich regulierte Währungen wie der digitale Euro oder dezentrale Alternativen wie Bitcoin.

Klar ist: Christine Lagarde wird diese Entwicklung weiterhin kritisch begleiten – und mitgestalten.

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