Verlust von siebzig Milliarden Dollar führt zu großer Entlassungswelle bei Meta

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14. Jan. 2026, 09:13

Meta, das Mutterunternehmen von Facebook, Instagram und WhatsApp, kürzt massiv in seiner Metaverse-Abteilung. Laut amerikanischen Medien werden etwa zehn Prozent der Mitarbeiter von Reality Labs entlassen, während das Unternehmen seinen Fokus und Kapital auf künstliche Intelligenz verlagert.

Für Anleger ist dies ein wichtiges Signal: Big Tech scheint das Metaverse endgültig in den Hintergrund zu schieben, während KI absolute Priorität erhält.

Meta streicht Stellen bei Reality Labs

Laut einem Bericht der New York Times plant Meta, diese Woche circa 1.500 Stellen bei Reality Labs zu streichen. Diese Abteilung zählt derzeit etwa 15.000 Mitarbeiter und beschäftigt sich mit Virtual Reality, wie Headsets. Außerdem bauen sie Metaverse-Plattformen wie Horizon Worlds und Horizon Workrooms. Meta wollte keinen offiziellen Kommentar zur Berichterstattung abgeben.

Die Entlassungen passen in einen breiteren Trend. Meta ist schon länger dabei, sein Metaverse-Budget zurückzuschrauben, während die Investitionen in KI massiv aufgestockt werden.

Milliardenverlust beim Metaverse drückt schwer

Seit der Gründung von Reality Labs im August 2020 hat Meta mehr als siebzig Milliarden Dollar mit dem Metaverse-Zweig verloren. Im aktuellsten Quartalsbericht über das dritte Quartal 2025 meldete die Division einen operativen Verlust von 4,4 Milliarden Dollar.

Anfang Dezember reagierte die Börse noch positiv auf Gerüchte, dass Meta bis zu dreißig Prozent beim Metaverse-Budget kürzen und dieses Geld in die KI-Entwicklung verlagern würde. Die Meta-Aktie stieg damals merklich, was zeigt, wo Anleger derzeit ihre Prioritäten sehen.

Darüber hinaus soll Meta auch Budget von Reality Labs zur Wearables-Division verschieben. Diese arbeitet an smarten Brillen und anderen Gadgets, wie dem Meta Neural Band.

Von Hype zur Realitätsprüfung

Die Kursänderung ist auffällig, besonders weil Meta sich im Oktober 2021 noch von Facebook in Meta umbenannte, als Symbol für den vollständigen Einsatz auf das Metaverse. Damals war das Metaverse eines der beliebtesten Themen sowohl in Krypto als auch in traditioneller Tech.

Dieser Hype ist inzwischen deutlich abgekühlt. Die breite Adoption von Metaverse-Plattformen bleibt zurück, mit Ausnahme von gaming-orientierten Umgebungen wie Roblox und Fortnite, die täglich hunderte Millionen aktive Nutzer anziehen.

Krypto-Metaversen, wie The Sandbox und Decentraland, schneiden ebenfalls schlecht ab. So registrierte The Sandbox laut Daten von DappRadar nur 776 einzigartige aktive Wallets in den vergangenen dreißig Tagen. Auch Metas eigenes Horizon Worlds soll laut unbestätigten Schätzungen weniger als 900 täglich aktive Nutzer haben.

Folgen für den Kryptosektor

Für den Kryptomarkt ist dies ein wichtiges Signal. Das abnehmende Interesse großer Technologieunternehmen an Metaverse-Projekten kann den Druck auf Münzen und Plattformen, die stark auf dieses Narrativ setzen, weiter erhöhen. Gleichzeitig bestätigt es die Verlagerung von Kapital und Aufmerksamkeit in Richtung künstliche Intelligenz, ein Sektor, von dem Krypto bisher weniger direkt profitiert.

Dennoch ist die Metaverse-Geschichte noch nicht vollständig vom Tisch. CEO Mark Zuckerberg ließ früher wissen, 2025 als „Wendejahr" für das Metaverse zu sehen, was darauf hindeutet, dass Meta die Technologie nicht vollständig aufgibt, aber auf Sparflamme setzt.

Die Entlassungen bei Reality Labs zeigen, dass das Metaverse vorerst nicht das Wachstum gebracht hat, auf das gehofft wurde. Für Krypto-Investoren ist es ein Moment der Neubesinnung: Metaverse-Projekte müssen härter beweisen, dass sie echte Nutzer und Wert anziehen können.

Währenddessen scheint künstliche Intelligenz endgültig der neue Magnet für Big Tech und Marktbegeisterung zu sein, während das Metaverse sein Versprechen vorerst noch nicht einlösen kann.

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