Mutter entführt – wegen der Bitcoins ihres Sohnes

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20. Aug. 2025, 13:12
Mutter entführt – wegen der Bitcoins ihres Sohnes
Foto: Leonard Zhukovsky / Shutterstock.com

Die Kriminalität in der Welt der Kryptowährungen nimmt weltweit zu. Dieses Mal wurde eine brasilianische Frau im März Opfer einer Entführung.

Wie gehen die Täter vor – und was können wir daraus lernen?

Die Entführung gegen Krypto-Lösegeld

Eine pensionierte brasilianische Lehrerin wurde in Recife von zwei Männern und zwei Frauen entführt, als sie ein Gemeindezentrum verließ. Die Entführer hatten es auf sie abgesehen, weil sie vermuteten, dass sie Zugang zum Kryptokonto ihres Sohnes habe.

Dieser hatte zuvor in sozialen Netzwerken angegeben, über ein beachtliches Kryptovermögen zu verfügen.

Die Täter hatten seine Beiträge in sozialen Medien verfolgt und so das Wohnhaus der Mutter ausfindig gemacht. Sie folgten ihr zum Treffpunkt, entführten sie und bedrohten sie über zwölf Stunden lang.

Erst nachdem ihr Sohn aus Portugal fünf Bitcoin im Wert von rund einer halben Million Euro an die Entführer überweisen konnte, fand die Tortur ein Ende.

Solche Angriffe sind unter dem Begriff „Wrench Attacks“ bekannt. Dabei wird nicht versucht, Konten zu hacken – stattdessen erfolgt ein direkter Angriff auf die betroffene Person oder deren Angehörige.

Zunahme von Wrench Attacks

Diese Form der Angriffe tritt weltweit immer häufiger auf.

Kürzlich wurden in Frankreich 25 Verdächtige festgenommen, die mit einer Serie von Krypto-Entführungen in Verbindung stehen – darunter ein bekannter Fall, in dem die schwangere Tochter von Pierre Noizat, dem Chef der französischen Kryptobörse Paymium, beinahe entführt wurde.

David Balland, Mitgründer des Hardware-Wallet-Herstellers Ledger, wurde gemeinsam mit seiner Frau in Frankreich entführt und gefangen gehalten.

Den Entführern gelang es, ihm einen Finger abzuschneiden und diesen an seine Kollegen zu schicken. Nach 24 Stunden konnte die Polizei das Ehepaar befreien.

In Großbritannien wurden vier Personen verurteilt, weil sie einen belgischen Friseur entführt hatten, der damit geprahlt hatte, über ein Bitcoinvermögen zu verfügen – obwohl sich das später als unwahr herausstellte.

Eine Lehre für Krypto-Investoren

In den USA bekannten sich zwei Männer schuldig, einen Mann entführt und gefoltert zu haben, um Zugang zu seinem Bitcoinvermögen zu erpressen. Der Fall sorgte in New York für große Aufmerksamkeit.

Das ist nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um Wrench Attacks geht.

Allen Fällen gemeinsam ist, dass die Opfer zuvor öffentlich mit ihrem Kryptovermögen prahlten – was Kriminelle auf den Plan ruft. Daher ein klarer Ratschlag: Bewahre dir die Zurückhaltung und schweige über dein Vermögen.

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