Ripple schließt Top-Deal – doch XRP bleibt zurück

2 Min. Lesedauer
12. Dez. 2025, 17:54

Ripple macht einen großen Schritt in Richtung europäische Finanzwelt.

Das US-Unternehmen kündigte eine Zusammenarbeit mit der Schweizer AMINA Bank AG an. Dieser Finanzriese machte sich bereits früh einen Namen in der Welt des Kryptobankings.

Der Deal zielt auf effizientere internationale Zahlungen ab. Langfristig könnte dies zu einer höheren Nachfrage nach Ripples Technologie und dem XRP-Token führen. Vorerst reagieren XRP-Anleger jedoch recht verhalten auf die Nachricht.

Neue Zusammenarbeit stärkt Brücke zwischen Bank und Blockchain

Die Integration von Ripple Payments in die Systeme der AMINA Bank soll die bestehende Zahlungsstruktur beschleunigen. Normalerweise laufen internationale Geldtransaktionen über mehrere Banken. Das führt oft zu zusätzlichen Verzögerungen und höheren Kosten.

Blockchain-Technologie vereinfacht diesen Prozess, da Transaktionen direkt zwischen den Parteien abgewickelt werden. AMINA Bank sieht, dass viele Web3-Unternehmen Schwierigkeiten mit traditionellen Banken haben.

Mit Ripples Lösung können Kunden Transaktionen schneller und zuverlässiger durchführen.

Darüber hinaus erhält die Bank Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln wie RLUSD, einem Stablecoin, der an den US-Dollar gekoppelt ist. So bleiben Zahlungen stabil und transparent.

Diese Zusammenarbeit baut auf früheren Kontakten auf. AMINA Bank war nämlich die erste traditionelle Bank, die Ripples eigenen Stablecoin unterstützte.

Die Institution will damit zeigen, dass digitale Vermögenswerte eine feste Rolle in der modernen Finanzwelt einnehmen.

XRP zeigt wenig Erholung trotz auffälliger Marktindikatoren

Unterdessen bleibt die Aufmerksamkeit rund um XRP selbst gering. Der Kurs fiel kürzlich kurzzeitig unter die Marke von 2 Dollar, doch neue Käufer blieben weitgehend aus.

Das ist ungewöhnlich, da solche psychologischen Schwellenwerte normalerweise zusätzliche Kaufinteresse wecken.

XRP-Kurs der letzten 7 Tage. Quelle: Coingecko.

Die Funding Rate – eine Gebühr, die Händler einander am Futures-Markt zahlen – sank auf -20 Prozent. Das deutet auf große Skepsis unter den Händlern hin. Gleichzeitig bewegt sich das Open Interest kaum.

Das bedeutet, dass nur wenige neue Handelspositionen eröffnet werden. Sowohl Optimisten als auch Pessimisten scheinen abzuwarten.

Auch die Aktivität im Netzwerk fällt enttäuschend aus. Der Gesamtwert, der im XRP Ledger hinterlegt ist, liegt auf dem niedrigsten Stand dieses Jahres. Auch die US-amerikanischen XRP-Fonds zeigen kein Wachstum.

Ripple macht zwar klar Fortschritte bei institutionellen Partnerschaften. Dennoch bleibt der Markt rund um XRP vorsichtig. Die Frage ist, ob fundamentale Entwicklungen letztlich ausreichen, um das Vertrauen in die Kryptowährung neu zu beleben.

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