US-Krypto-Gesetz sorgt weiter für Streit

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28. März 2026, 09:31
US-Krypto-Gesetz sorgt weiter für Streit
Foto: mark reinstein (Shutterstock)

Der US-amerikanische Kryptosektor steht erneut unter Spannung aufgrund eines wichtigen Gesetzesentwurfs, der die Regeln rund um digitale Währungen grundlegend verändern könnte.

Während politische Entscheidungsträger versuchen, schnell für Klarheit zu sorgen, führt Uneinigkeit innerhalb der Branche selbst zu wachsender Unsicherheit.

Die große US-Kryptobörse Coinbase unterstützt den neuesten Gesetzesentwurf zur sogenannten Clarity Act nämlich nicht, wie mehrere Quellen berichten.

Kurz zusammengefasst

  • Coinbase unterstützt die neueste Version des wichtigen US-Gesetzes „Clarity Act“ zu Stablecoins nicht.

  • Der Entwurf verbietet passive „Zinsen“ auf Stablecoins, erlaubt jedoch Belohnungen für aktive Nutzung.

  • Senatoren befürchten Verzögerungen, wenn das Gesetz nicht vor Mai verabschiedet wird.

Was ist passiert?

Coinbase hat dem US-Senat mitgeteilt, dass es die neueste Version des Clarity Act ablehnt. Die Kryptobörse machte diesen Standpunkt am Montag offiziell bekannt.

Im Kern geht es um Regelungen zu Belohnungen bei Stablecoins, also Kryptowährungen, die an einen festen Wert wie den US-Dollar gekoppelt sind. Die neuen Vorschriften verbieten passive „Zinsen“ für das bloße Halten von Stablecoins.

Belohnungen für aktive Nutzung, wie Handel oder Zahlungen, bleiben hingegen erlaubt.

Warum ist das wichtig?

Der Clarity Act ist aktuell das wichtigste Gesetz, auf das die US-Kryptoindustrie wartet. Die Unterstützung eines großen Players wie Coinbase ist daher entscheidend. Ohne diese Unterstützung wird es laut Insidern „sehr schwierig“, das Gesetz durchzubringen.

Die Debatte über ein Verbot von „Zinsen“ auf Stablecoins läuft schon länger. Coinbase lehnt das Gesetz ab, weil es die Auszahlung passiver Erträge verbietet – ein zentraler Anreiz für viele Nutzer.

Wenn Anleger keine Rendite mehr erzielen können, indem sie Stablecoins einfach halten, befürchtet Coinbase, dass Kapital zurück in traditionelle Banken fließt.

Genau diese Banken dürften das Verbot aus diesem Grund unterstützen: um ihre eigenen Sparer zu halten. Für Coinbase bedeutet das Gesetz daher einen direkten Angriff auf ihr Geschäftsmodell und ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Bereits frühere Berichte zu diesem Thema führten zu deutlichen Kursverlusten bei den Aktien von Coinbase und beim Stablecoin-Emittenten Circle.

Die Zeit drängt: Ein Senator warnte bereits, dass das Gesetz auf unbestimmte Zeit verschoben werden könnte, wenn bis Mai keine Einigung erzielt wird. Die Ablehnung durch Coinbase setzt den gesamten Zeitplan zusätzlich unter Druck.

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