Politiker wollen US-Bundesstaaten mehr Einfluss auf Kryptoregeln geben

2 Min. Lesedauer
17. Juni 2026, 08:18
Politiker wollen US-Bundesstaaten mehr Einfluss auf Kryptoregeln geben
Foto: oatawa / Shutterstock

US-Politiker wollen den Bundesstaaten mehr Einfluss auf die Regulierung von Kryptowährungen einräumen. Sie fordern das Finanzministerium auf, dies in neuen Vorschriften festzuschreiben.

Diese Vorschriften legen fest, wer die Aufsicht über Unternehmen übernimmt, die Stablecoins herausgeben.

Zusammengefasst

  • US-Politiker wollen, dass die Bundesstaaten eine Rolle bei der Aufsicht über Stablecoins behalten.

  • Stablecoin-Unternehmen mit einem Volumen von bis zu 8,6 Milliarden Euro könnten unter die Aufsicht eines Bundesstaates fallen.

  • Große Stablecoins wie USDT, USDC und USDS werden voraussichtlich unter bundesweite Vorschriften fallen.

Politiker fordern Rolle für die Bundesstaaten

Eine Gruppe von US-Politikern hat das Finanzministerium aufgefordert, den Bundesstaaten eine klare Rolle in den neuen Kryptovorschriften einzuräumen. Dabei geht es um den GENIUS Act, ein US-Gesetz für Stablecoins.

Stablecoins sind Kryptowährungen, die in der Regel an eine traditionelle Währung wie den US-Dollar gekoppelt sind. Bekannte Beispiele sind USDT und USDC.

Das Gesetz legt fest, welche Unternehmen Stablecoins ausgeben dürfen und wer deren Aufsicht übernimmt.

Die Politiker wollen verhindern, dass die Bundesstaaten außen vor bleiben. Ihrer Ansicht nach sollten auch lokale Aufsichtsbehörden ein Mitspracherecht haben.

Kleine Stablecoins könnten unter die Aufsicht der Bundesstaaten fallen

Nach dem neuen Gesetz könnten kleinere Stablecoin-Unternehmen unter die Aufsicht eines US-Bundesstaates fallen. Dies betrifft Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von bis zu 10 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 8,6 Milliarden Euro.

Größere Stablecoins werden voraussichtlich unter bundesweite Vorschriften fallen. Das gilt derzeit für große Namen wie Tether, USDC und USDS.

Für kleinere Emittenten bleibt die Aufsicht durch einen Bundesstaat somit möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass dieser Bundesstaat Vorschriften hat, die den bundesweiten Regeln weitgehend entsprechen.

Neue Vorschriften werden noch ausgearbeitet

Das US-Finanzministerium hatte zuvor Stellungnahmen zu den Plänen eingeholt. Diese Konsultationsphase ist inzwischen abgeschlossen.

Nun arbeitet das Ministerium an den endgültigen Vorschriften. Die Politiker wollen dabei sicherstellen, dass die Bundesstaaten auch künftig eine aktive Rolle spielen können.

Ihrer Ansicht nach sollten die Bundesstaaten nicht nur ein einziges kurzes Zeitfenster erhalten, um sich anzumelden. Einige Bundesstaaten benötigen mehr Zeit, um ihre eigenen Vorschriften anzupassen.

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