Ethereum läuft auf Hochtouren: Warum der Kurs trotzdem stagniert

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06. Juli 2025, 16:39

Die Transaktionen auf dem Ethereum-Netzwerk schnellen in die Höhe, doch der Kurs bleibt nahezu unbewegt. Trotz einer massiv gestiegenen Netzwerkauslastung verharrt der Preis weiterhin um die 2.500 US-Dollar.

Netzwerkaktivität auf Rekordniveau

Laut dem Entwickler Arjun Bhuptani verarbeitet Ethereum derzeit täglich über 1,45 Millionen Transaktionen – der höchste Wert seit 2021.

Gleichzeitig sind die Transaktionskosten deutlich gesunken. Grund dafür ist die im Mai implementierte „Pectra“-Upgrade, ein bedeutendes technisches Update im Ethereum-Ökosystem.

Geringere Gebühren fördern die Nutzung des Netzwerks: Anwendungen rund um Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und andere DeFi-Dienste erleben deutlichen Zuwachs.

Auch der Stablecoin-Markt auf Ethereum wächst weiter: Die Marktkapitalisierung erreicht neue Höchststände, das wöchentliche Transaktionsvolumen steigt – ein deutliches Zeichen für zunehmende Adoption.

Warum bleibt der Kurs trotzdem zurück?

Trotz der positiven Netzwerkdaten verharrt der Ethereum-Kurs seit Mai bei rund 2.500 US-Dollar. Die 2.600-Dollar-Marke bleibt eine starke Widerstandszone.

Laut dem Analyseunternehmen Ecoinmetrics liegt ein Grund in der verhaltenen Kapitalzufuhr in Ethereum-Spot-ETFs – besonders im Vergleich zu Bitcoin.

Während Bitcoin durch die Einführung von Spot-ETFs enormen Zulauf institutioneller Anleger erlebte, bleibt Ethereum bislang zurück. Ein entscheidender Unterschied sei laut Ecoinmetrics das fehlende Narrativ:

„Immer wenn die Zuflüsse in Bitcoin steigen, reagiert Ethereum nur schwach und verzögert. Es geht nicht um die Zugänglichkeit – es geht um die Geschichte. Bitcoin hat ein klares Narrativ, Ethereum nicht.“

Trotzdem konnten die Ethereum-ETFs seit ihrer Einführung bereits über 4 Milliarden US-Dollar an Kapital anziehen. Die Bitcoin-ETFs hingegen liegen bei über 30 Milliarden US-Dollar – mehr als das Siebenfache.

Was Ethereum jetzt fehlt: ein Katalysator

Die Pectra-Upgrade zeigt Wirkung in Form steigender Aktivität und sinkender Kosten. Dennoch fehlt Ethereum aktuell ein Impulsgeber, um aus der Seitwärtsbewegung auszubrechen.

Eine stärkere ETF-Nachfrage könnte diesen Ausbruch fördern und den Kurs nachhaltig über die 2.600-Dollar-Marke treiben.