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Bitcoin musste in dieser Woche deutliche Verluste hinnehmen, und der Kurs fiel bis auf den niedrigsten Stand seit Februar.
Der Markt blickt dabei vor allem auf den jüngsten Verkauf durch Strategy als Auslöser. Doch laut Citi, einer der größten Investmentbanken der Welt, liegt das eigentliche Problem woanders.
Nach Einschätzung der Analysten der Bank gibt es etwas deutlich Wichtigeres als den Verkauf von Strategy: den Mangel an neuen Käufern.
Zusammengefasst
- Der Bitcoin-Kurs fiel in dieser Woche um mehr als 13 Prozent auf 62.000 US-Dollar, den niedrigsten Stand seit Anfang Februar.
- Ein jüngster Verkauf durch Strategy sorgt für Unruhe, doch laut Citi ist dies nicht das größte Problem.
- Citi sieht den Mangel an neuen Käufern als Hauptursache, was sich an den Abflüssen aus den Bitcoin-ETFs zeigt.
Negative Kapitalströme setzen den Preis unter Druck
Der wichtigste Grund für den Kursrückgang ist laut Citi die fehlende Nachfrage neuer Investoren.
Dies zeigt sich in den anhaltenden Mittelabflüssen aus den US-amerikanischen Bitcoin-ETFs.
Die Bitcoin-ETFs verzeichnen inzwischen einen Rekord von 13 Handelstagen in Folge mit Nettoabflüssen. Insgesamt entspricht das einem Kapitalabfluss von mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar (rund 3,7 Milliarden Euro).
Laut Citi-Analyst Alex Saunders sind diese Kapitalströme der wichtigste Faktor für die Preisentwicklung von Bitcoin. Citi schätzt, dass die ETF-Zuflüsse und -Abflüsse etwa 45 Prozent der wöchentlichen Kursbewegungen erklären.
Verkauf durch Strategy verstärkt die Unsicherheit
Die Nervosität am Markt wurde in dieser Woche durch einen jüngsten Verkauf von Strategy zusätzlich verstärkt. Dies war bemerkenswert, da das von Michael Saylor geführte Unternehmen bislang dafür bekannt war, „niemals zu verkaufen“.
Citi betont jedoch, dass dieser Verkauf keine Änderung der Unternehmensstrategie darstellt. Er war Teil eines zuvor angekündigten Plans zur Optimierung der Steuerposition des Unternehmens.
Saylor hatte dies bereits bei der Präsentation der Quartalsergebnisse erläutert. Anleger hätten daher laut der Bank nicht überrascht sein müssen.
Die Analysten von Citi bleiben für die kurzfristige Entwicklung jedoch zurückhaltend. Nach Einschätzung der Bank sinken zudem die Chancen auf die Einführung des lange erwarteten CLARITY Act.
„Die jüngsten Kapitalströme sind negativ, und die Wahrscheinlichkeit der Verabschiedung eines US-Gesetzes zur Marktstruktur (das wir als potenziellen Katalysator für ein erneutes Investoreninteresse betrachten) nimmt ab“, so Saunders.
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