Foto: Artit Wongpradu/Shutterstock en
Die größten Bitcoin-Investoren treten auf die Bremse. Sogenannte Wale bauen ihre Bestände ab oder kaufen kaum noch nach.
Auch die etwas kleineren Großanleger, die sogenannten Dolphins, halten sich zunehmend zurück. Gemeinsam gelten diese Gruppen normalerweise als eine wichtige Quelle der Nachfrage nach Bitcoin.
Das Analyseunternehmen CryptoQuant erkennt darin dasselbe Muster wie während des Bärenmarktes 2022, als Bitcoin massiv an Wert verlor.
Zusammengefasst
- Die Bestände der „Wale“ sind im vergangenen Jahr gesunken – ein Muster, das dem Bärenmarkt von 2022 ähnelt.
- Auch die „Dolphins“ kaufen deutlich langsamer nach, wodurch die strukturelle Nachfrage nach Bitcoin geschwächt wird.
- Historisch gesehen ist diese Kombination von Signalen häufig ein Vorbote für einen schwächeren Bitcoin-Kurs.
Große Bitcoin-Spieler ziehen sich zurück
Laut CryptoQuant treten große Bitcoin-Halter auf die Bremse: Wale bauen ihre Positionen ab, während Dolphins immer langsamer zukaufen.
Das jährliche Wachstum der Wal-Bestände ist inzwischen negativ geworden, was auf ein Verkaufsmuster hindeutet.
Gleichzeitig hat sich das Wachstum bei den Dolphins deutlich verlangsamt. Seit Februar ist das monatliche Wachstum beider Gruppen nahezu zum Stillstand gekommen.
Zusammen stellen diese beiden Gruppen die wichtigste Quelle der strukturellen Nachfrage am Markt dar.
Laut CryptoQuant handelt es sich um „ein Muster, das den Bärenmarkt von 2022 direkt widerspiegelt“. Bitcoin verlor in diesem Jahr ganze 66 Prozent seines Wertes.

Bitcoin-Markt reagiert nervös
Unterdessen verzeichnen die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs bereits die dritte Woche in Folge Nettoabflüsse.
Bitcoin ist in der vergangenen Woche um mehr als 5 Prozent gefallen. Vom Höchststand von 82.500 US-Dollar Mitte Mai aus beträgt der Rückgang inzwischen sogar rund 11 Prozent.
Durch die jüngsten Kursverluste befindet sich derzeit etwa 40 Prozent des gesamten Bitcoin-Bestands im Minus.
Dass Wale ihre Bestände abbauen, bedeutet jedoch nicht, dass alle langfristigen Anleger verkaufen.
Im Gegenteil: Die Menge an Bitcoin, die seit längerer Zeit nicht bewegt wurde, hat laut CryptoQuant mit 15,8 Millionen BTC einen Rekordwert erreicht.
Obwohl ein solcher Rekord auf den ersten Blick positiv erscheinen mag, bewerten die Analysten dies als besorgniserregendes Signal. Laut CryptoQuant deutet dies darauf hin, dass nicht genügend neue Käufer in den Markt kommen.
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