Nach einer äußerst schwierigen Woche kämpfen sich die Kryptokurse nur langsam wieder nach oben.
Während der Markt die Verluste verarbeitet, zeichnet sich im Hintergrund eine bemerkenswerte Entwicklung ab.
Die neuesten Zahlen zeigen eine deutliche Zweiteilung zwischen den US-amerikanischen börsengehandelten Fonds (ETFs) für Bitcoin und Ethereum. Während die einen weiterhin Kapital verlieren, ziehen die anderen wieder frische Mittel an.
Zusammengefasst
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Gestern floss erneut Kapital aus den Bitcoin-ETFs ab, während die Ethereum-ETFs deutliche Zuflüsse verzeichneten.
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Die gesamten Abflüsse aus Bitcoin-ETFs sind innerhalb von 16 Handelstagen bereits auf 4,78 Milliarden US-Dollar angewachsen.
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Die Dominanz von Bitcoin nimmt leicht ab, und die Aufmerksamkeit scheint sich vorsichtig in Richtung Altcoins zu verlagern.
Bitcoin-ETF-Abflüsse setzen sich fort
Die vergangene Woche war für Krypto-Investoren äußerst belastend.
Bitcoin fiel kurz vor dem Wochenende zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar. Obwohl sich der Kurs inzwischen auf rund 63.350 US-Dollar erholt hat, steht auf Monatssicht weiterhin ein schmerzhafter Verlust von fast 22 Prozent zu Buche.
Viele Marktanalysten machten zunächst den Bitcoin-Verkauf von Michael Saylors Strategy für den Kurseinbruch verantwortlich.
Die Großbank Citi weist diese Theorie jedoch zurück: Ihren Analysten zufolge sind die anhaltenden Abflüsse aus den Bitcoin-ETFs der eigentliche Grund.
Die Zahlen stützen diese Einschätzung. Zwischen dem 15. Mai und dem 3. Juni verzeichneten die US-Spot-ETFs dreizehn Handelstage in Folge Verluste, was einem Kapitalabfluss von insgesamt 4,37 Milliarden US-Dollar entspricht.
Nach einer minimalen Erholung am 4. Juni (3,05 Millionen US-Dollar Zufluss) setzte sich der Abwärtstrend sofort fort: Am 5. Juni wurden erneut 325,69 Millionen US-Dollar abgezogen.
Gestern, am 8. Juni, mussten die Fonds weitere 91,37 Millionen US-Dollar an Abflüssen hinnehmen. Das geht aus Daten von SoSoValue hervor.
Obwohl sich das Tempo der Abflüsse damit etwas verlangsamt zu haben scheint, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Nach 16 Handelstagen summiert sich der Verlust inzwischen auf enorme 4,78 Milliarden US-Dollar.

Ethereum überrascht mit stärkerer Erholung und Kapitalzuflüssen
Während die Bitcoin-ETFs gestern erneut im Minus schlossen, übertrafen die Ethereum-Fonds alle Erwartungen.
Nach einer Serie von insgesamt 17 aufeinanderfolgenden Tagen mit Kapitalabflüssen, bei denen rund 900 Millionen US-Dollar verloren gingen, wurde der negative Trend gestern durchbrochen.
Die Ethereum-ETFs verzeichneten einen Zufluss von beeindruckenden 82,37 Millionen US-Dollar.
Das erneute Vertrauen spiegelt sich unmittelbar im Kurs wider: Ethereum zeigt heute eine stärkere Erholung als Bitcoin und steigt um 1,5 Prozent auf 1.688 US-Dollar. Dennoch liegt der Kurs weiterhin 27 Prozent unter dem Niveau von vor einem Monat.
Bei den übrigen ETFs blieb es weitgehend ruhig. Die XRP-ETFs zeigten gestern keine nennenswerten Bewegungen, die Solana-ETFs verzeichneten einen moderaten Abfluss von 471.650 US-Dollar, und die frühere Euphorie rund um Hyperliquid-ETFs scheint sich mit einem vergleichsweise geringen Zufluss von 2,47 Millionen US-Dollar abzukühlen.
Dennoch ist zu beobachten, dass die Dominanz von Bitcoin langsam nachlässt.







