Bitcoin musste in den vergangenen Tagen deutliche Verluste hinnehmen, nachdem von der Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran kaum noch etwas übrig zu sein scheint. Auch in der vergangenen Nacht griffen sich beide Länder erneut an. Donald Trump erklärte jedoch, dass der Iran ihn kontaktiert habe, weil das Land „unbedingt“ ein Abkommen schließen wolle. Diese Aussagen verschafften Bitcoin und dem übrigen Kryptomarkt wieder etwas Auftrieb.
Analyst erklärt, welches Niveau Bitcoin halten muss
Bitcoin hat zwei schwierige Tage hinter sich. Nach der besten Serie seit März mit sechs positiven Handelstagen in Folge fiel der Kurs am Dienstag um 1,05 Prozent und gestern um weitere 1,68 Prozent.
Gestern fiel Bitcoin zweimal unter die Marke von 62.000 US-Dollar. Das war bereits am vergangenen Montag der Fall und in der Nacht erneut. Auffällig ist jedoch, dass sich der Kurs jedes Mal schnell erholte. Das zeigt, dass auf diesem Preisniveau viele Käufer bereitstehen, um den Kurs zu stützen.

Das US-Militär griff nach eigenen Angaben gestern Abend und in der Nacht mehr als 90 Ziele im Iran an. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain.
Die ersten US-Angriffe fanden am Dienstag statt. Sie waren eine Reaktion auf Angriffe auf drei Öltanker in der Straße von Hormus, die als „klarer Verstoß“ gegen die Waffenruhe gewertet wurden.
Seit April gilt eine Waffenruhe, und im vergangenen Monat wurde eine vorläufige Vereinbarung geschlossen, die den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen ebnen soll.
Durch die Eskalation ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Öl- und Gastransportrouten der Welt, nahezu zum Erliegen gekommen.
Die Ölpreise sind seit ihrem Tief bereits um mehr als 10 Prozent gestiegen, wodurch die Inflationssorgen wieder zunehmen. Dennoch erklärte Trump gestern, dass er nicht davon ausgehe, dass der Krieg erneut eskalieren werde.
Im Chart bildete Bitcoin eine sogenannte Hidden Bearish Divergence. Dabei markierte der Kurs ein tieferes Hoch, während der RSI gleichzeitig ein höheres Hoch ausbildete.
Der RSI ist ein Momentumindikator, der die Stärke einer Kursbewegung misst. Eine solche Divergenz deutet häufig auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends hin.
Analyst Michaël van de Poppe rechnet weiterhin mit steigenden Kursen. Voraussetzung sei allerdings, dass Bitcoin oberhalb von 61.000 US-Dollar bleibt.
Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der Bitcoin-Kurs auf der Kryptobörse OKX bei 62.225 US-Dollar. Auf der europäischen Kryptobörse Bitvavo entspricht dies einem BTC-Preis von 54.457 Euro. Im Vergleich zu vor 24 Stunden liegt Bitcoin damit 0,75 Prozent im Minus.
Leichte Verluste bei Ethereum, Ripple und Solana
Auch andere große Kryptowährungen verzeichnen moderate Verluste. Ethereum gibt um 0,93 Prozent nach, Ripple um 0,26 Prozent, Solana um 0,91 Prozent und Hyperliquid um 1,19 Prozent.
Die Privacy-Kryptowährung Zcash ist mit einem Minus von 5,33 Prozent der mit Abstand größte Verlierer innerhalb der Top 20. Gestern gehörte sie noch zu den stärksten Gewinnern, nachdem die größte Sorge innerhalb der Community – die unbemerkte Erzeugung gefälschter Coins – inzwischen nahezu mathematisch widerlegt wurde.
Heute steht das Ethereum-Projekt Arbitrum innerhalb der Top 100 mit einem Plus von 7,52 Prozent im Mittelpunkt. Memecore verzeichnet dagegen mit einem Verlust von 12,51 Prozent den stärksten Rückgang.






