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Der Bitcoin (BTC)-Kurs hält sich bemerkenswert gut während der geopolitischen Spannungen rund um Iran. Während Investoren in den US-Dollar flüchten, steigt Bitcoin deutlich und beginnt langsam, Momentum von Gold zu übernehmen. Doch wie ist das möglich?
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Anstieg des Dollars hat nichts mit Reservewährungsstatus zu tun
Laut dem Ökonomen Robin J. Brooks ist der jüngste Anstieg des Dollars vor allem vorübergehend. Auf mittlere Sicht erwartet er sogar erneut Schwäche für die US-Währung. Und das könnte sich als positiv für Bitcoin erweisen.
Seit Donald Trump erneut Präsident wurde, hat sich der Dollar laut Brooks sogar schrittweise gegenüber anderen großen Währungen abgeschwächt. Einige Analysten sehen darin ein Zeichen, dass der Reservewährungsstatus des Dollars unter Druck steht.
Doch laut Brooks stimmt dieses Narrativ nicht.
Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen, dass Zentralbanken weltweit ihre Dollarreserven im Jahr 2025 kaum verändert haben. Trotz geopolitischer Spannungen und politischer Unsicherheit blieb die Position des Dollars daher überraschend stabil.
Laut Brooks zeigt das, dass der Reservewährungsstatus des Dollars nicht so schnell verschwindet. Diese Position wurde über Jahrzehnte aufgebaut und verändert sich nicht von heute auf morgen.
Warum der Dollar diese Woche trotzdem steigt
Der jüngste Anstieg des Dollars hat laut Brooks vor allem mit zunehmender Risikoaversion unter Investoren zu tun.
Wenn geopolitische Spannungen steigen, passiert meist Folgendes:
- Investoren verkaufen ausländische Anlagen
- Kapital fließt zurück in die Vereinigten Staaten
- Die Nachfrage nach Dollar steigt
Dieser Prozess wird Kapitalrepatriierung genannt. Amerikanische Investoren ziehen ihr Geld aus ausländischen Aktien und Anleihen ab und bringen es zurück in die USA.
Laut Brooks haben wir das bereits bei großen Schocks gesehen, etwa während:
- der Finanzkrise 2008
- der Corona-Panik 2020
- der Handelsspannungen 2025
Auch jetzt scheint dieser Mechanismus der wichtigste Grund für den starken Dollar zu sein. Solche Bewegungen sind jedoch meist nur vorübergehend. Entscheidend ist laut Brooks, dass diese Kapitalströme fast immer zeitlich begrenzt sind.
Sobald geopolitische Spannungen nachlassen und Investoren wieder mehr Risiko eingehen, passiert das Gegenteil:
- Investoren investieren wieder stärker in ausländische Märkte
- Kapital fließt aus den USA ab
- der Dollar schwächt sich erneut
Deshalb erwartet Brooks, dass der aktuelle Anstieg des Dollars letztlich wieder umkehrt, sobald die Spannungen rund um Iran nachlassen.
Warum ein schwächerer Dollar gut für Bitcoin sein kann
Für den Bitcoin-Kurs ist das eine interessante Entwicklung. Historisch gesehen hat Bitcoin nämlich häufig eine negative Korrelation zum Dollar. Wenn der Dollar schwächer wird, steht weltweit mehr Liquidität zur Verfügung und Investoren gehen häufiger Risiken ein.
Das kann Kapital in Richtung:
- Aktien
- Rohstoffe
- und Risikoinvestments wie Bitcoin lenken.
Bitcoin übernimmt Momentum von Gold
Auffällig ist, dass Bitcoin in dieser Woche bereits Anzeichen relativer Stärke zeigt. Während Gold, traditionell der sichere Hafen in geopolitischen Krisen, Schwierigkeiten hat weiter zu steigen, hält sich Bitcoin bemerkenswert stabil.
An einigen Handelstagen performt Bitcoin sogar besser als Gold. Das stärkt bei manchen Analysten die Ansicht, dass Bitcoin langsam einen Teil der Rolle von Gold als alternative Wertaufbewahrung übernimmt.
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