40 % der Kryptowährungen auf einem Tiefpunkt: „Die meisten sind zum Scheitern verurteilt“

2 Min. Lesedauer
08. Juli 2026, 13:50
40 % der Kryptowährungen auf einem Tiefpunkt: „Die meisten sind zum Scheitern verurteilt“
Foto: ST House Studio/Shutterstock

Während Anleger jahrelang auf einen breit angelegten Anstieg des Kryptomarktes setzen konnten, sieht die Realität heute deutlich härter aus. Ein großer Teil der Altcoins befindet sich in einer schwierigen Lage und wird zu Kursen gehandelt, die nahe an ihren historischen Tiefstständen liegen.

Die Kombination aus einer Flut neuer Kryptoprojekte und einem Mangel an frischem Kapital setzt den Markt unter Druck. Anleger müssen daher immer sorgfältiger entscheiden, in welche Projekte sie investieren.

Zusammengefasst

  • Vier von zehn Altcoins werden derzeit nahe ihrem historischen Tiefststand gehandelt.

  • Dieser Anteil stieg auf 45 Prozent, als Bitcoin Ende Juni unter die Marke von 60.000 US-Dollar fiel.

  • Täglich kommen rund 60.000 neue Kryptowährungen hinzu, was den Druck auf den Markt weiter erhöht.

Extreme Unterperformance ist Realität

Laut dem CryptoQuant-Analysten Darkfrost hat der Altcoin-Markt „ein extremes Niveau an Unterperformance erreicht“. Die Daten zeigen, dass ein großer Teil des Marktes Schwierigkeiten hat, seinen Wert zu halten.

Derzeit werden 40 Prozent aller Altcoins in der Nähe ihres Allzeittiefs gehandelt. Der Einfluss von Bitcoin ist dabei deutlich erkennbar. Als der Bitcoin-Kurs Ende Juni unter 60.000 US-Dollar fiel, verschärfte sich die Situation: Zeitweise notierten sogar 45 Prozent aller Altcoins auf ihrem historischen Tiefstand.

Eine Flut neuer Projekte

Ein wesentlicher Grund dafür ist das explosionsartige Wachstum der Zahl neuer Kryptowährungen. Nach Daten von CoinMarketCap existieren inzwischen rund 53,5 Millionen verschiedene Kryptowährungen. Zudem kommen laut dem Analysten täglich rund 60.000 neue hinzu.

Dieses enorme Angebot trifft auf einen Mangel an frischem Kapital:

„Ohne einen starken Zufluss neuer Liquidität ist leicht zu erkennen, warum die Mehrheit dieser Kryptowährungen zum Scheitern verurteilt ist“, so Darkfrost.

Die aktuellen Marktbedingungen zwingen Anleger zu größerer Vorsicht. Es ist längst nicht mehr selbstverständlich, dass Kryptoprojekte automatisch an Wert gewinnen.

Der Analyst empfiehlt daher, besonders selektiv vorzugehen. „Es ist jetzt entscheidend, die Projekte, in die man investiert, sorgfältig auszuwählen und äußerst selektiv zu bleiben.“

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