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Prognosemärkte sind in kurzer Zeit zu einer Milliardenindustrie gewachsen. Während vor allem Krypto-Plattformen wie Polymarket groß wurden, mischen sich nun auch traditionelle Börsenriesen in diesen Markt ein.
Das Börsenunternehmen Nasdaq hat angekündigt, selbst sogenannte Prognoseverträge anzubieten. Damit wird erneut deutlich, wie Ideen aus der Kryptowelt zunehmend von etablierten Finanzakteuren übernommen werden.
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Nasdaq will Ja-oder-Nein-Verträge anbieten
Nasdaq hat bei der US-Aufsichtsbehörde SEC einen Antrag für neue Finanzprodukte eingereicht. Dabei handelt es sich um sogenannte Outcome Related Options. Diese Verträge ermöglichen es Anlegern, auf eine einfache Ja-oder-Nein-Frage zu setzen.
Zum Beispiel darauf, ob ein bestimmtes Ereignis eintritt. Tritt es ein, zahlt der Vertrag aus. Wenn nicht, erhält der Anleger nichts.
Diese Art von Vertrag wird auch binäre Option genannt. Dabei handelt es sich um eine vereinfachte Form einer Option – also eines Finanzprodukts, dessen Wert von einem zugrunde liegenden Ereignis oder Preis abhängt.
Damit würde Nasdaq in direkte Konkurrenz zu Anbietern wie Kalshi und Crypto.com treten.
Der Markt wächst schnell und verarbeitet wöchentlich Transaktionen in Milliardenhöhe. Auch andere große Namen wie CME Group und Cboe Global Markets prüfen ähnliche Produkte.
Europäisches Land greift bei Krypto-Plattform ein
Während sich der Markt in den USA weiterentwickelt, gibt es in einem europäischen Land zunehmend Kritik.
Die zuständige Glücksspielbehörde in den Niederlanden fordert, dass die Plattform Polymarket für Nutzer aus dem Land unzugänglich gemacht wird. Laut der Aufsichtsbehörde handelt es sich um eine illegale Glücksspielplattform.
Besonders politische Wetten stehen dabei im Fokus. Wetten auf Wahlen oder Regierungsbildungen sind in vielen europäischen Ländern verboten – selbst für Anbieter mit einer offiziellen Lizenz.
Bei einer Wette auf eine mögliche Regierungsbildung wurden umgerechnet rund 32 Millionen US-Dollar eingesetzt. Das zeigt, wie groß das Interesse an solchen Prognosemärkten ist.
Kritiker warnen vor Risiken wie Spielsucht oder dem Missbrauch von Insiderinformationen. Der Glücksspielforscher Tony van Rooij vom Trimbos-Institut warnt, dass solche Plattformen Glücksspiel zunehmend normalisieren könnten.
Befürworter argumentieren hingegen, dass Prognosemärkte Informationen bündeln. Laut Krypto-Experte Bart Mol könne die sogenannte „Weisheit der Masse“ dabei helfen, zukünftige Ereignisse besser vorherzusagen.
Der Schritt von Nasdaq zeigt, dass dieser Markt inzwischen auch von Wall Street ernst genommen wird.
Die Frage bleibt jedoch, ob Regulierungsbehörden mit der Entwicklung Schritt halten können, während traditionelle Börsen und Krypto-Plattformen immer stärker zusammenwachsen.
In den USA sorgten zuletzt besonders Verträge rund um Iran für Kontroversen: Verdächtige Accounts sollen kurz vor Raketenangriffen Einsätze platziert und damit Millionen verdient haben. Insgesamt wurden rund 529 Millionen US-Dollar in Verträgen über einen möglichen Angriff auf Iran gehandelt.
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