Iran setzt Verhandlungen mit den USA nach Angriff im Libanon aus

2 Min. Lesedauer
19. Juni 2026, 08:52
Iran setzt Verhandlungen mit den USA nach Angriff im Libanon aus
Foto: Zakharchuk / Shutterstock.com

Gestern sorgte eine neue Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran noch für Hoffnung auf mehr Stabilität im Nahen Osten. Heute hat sich die Stimmung bereits wieder gedreht, nachdem der Iran die geplanten Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten ausgesetzt hat.

Der Iran begründet diesen Schritt mit neuen israelischen Angriffen im Libanon. Das Land will die Gespräche erst fortsetzen, wenn sichergestellt ist, dass solche Angriffe eingestellt werden.

Zusammengefasst

  • Der Iran hat eine geplante Reise in die Schweiz für Gespräche mit den USA verschoben.

  • Der Schritt folgt auf israelische Angriffe im Süden des Libanon.

  • Der Iran will die Gespräche erst fortsetzen, wenn die Angriffe im Libanon eingestellt werden.

Iran setzt Gespräche mit den USA aus

Gestern wurde bekannt, dass die Vereinigten Staaten und der Iran eine vorläufige Vereinbarung mit 14 Punkten getroffen hatten. Darin war unter anderem festgelegt, dass beide Länder sich 60 Tage Zeit nehmen würden, um weiter über ein endgültiges Abkommen zu verhandeln.

Diese Gespräche scheinen nun bereits wieder ins Stocken zu geraten. Der Iran hat eine geplante Reise in die Schweiz verschoben, wo die erste neue Verhandlungsrunde mit den Vereinigten Staaten stattfinden sollte.

Laut iranischen Medien reagiert Teheran damit auf neue israelische Angriffe im Süden des Libanon. Die iranische Führung betrachtet diese Angriffe als Verstoß gegen die Vereinbarungen, die erst kürzlich getroffen wurden.

Der Iran fordert daher zunächst die Gewissheit, dass die Angriffe eingestellt werden. Erst danach will das Land die Gespräche mit den Vereinigten Staaten fortsetzen.

Spannungen zwischen den USA und Israel nehmen zu

Die ausgesetzten Gespräche belasten auch die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel weiter. US-Vizepräsident JD Vance warnte israelische Politiker davor, einen Konflikt mit ihrem wichtigsten Verbündeten zu provozieren.

Zudem wurde offiziell bestätigt, dass Vance seine geplante Reise in die Schweiz verschoben hat. Dort hätte er die Vereinigten Staaten bei der nächsten Gesprächsrunde mit dem Iran vertreten sollen.

Die USA bemühen sich, die Vereinbarungen mit dem Iran aufrechtzuerhalten, während Israel erhebliche Bedenken hinsichtlich des Abkommens hat.

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