Cardano-Gründer wütend: „Ethereum kopiert Cardano-Technologie“

2 Min. Lesedauer
09. Juli 2026, 20:35
Cardano-Gründer wütend: „Ethereum kopiert Cardano-Technologie“
Foto: Piaras Ó Mídheach / Web Summit Sportsfile

Charles Hoskinson, der Gründer von Cardano, ist verärgert über Ethereum. Der Grund? Ein technischer Vorschlag von Ethereum, der laut Hoskinson der Technologie ähnelt, die Cardano bereits seit Jahren verwendet.

Zusammengefasst

  • Cardano-Gründer Charles Hoskinson wirft Ethereum auf X vor, Ideen zu stehlen.

  • Ethereum untersucht eine neue Technik, um Transaktionen effizienter zu gestalten und dadurch fast 99,8 % Speicherplatz einzusparen.

  • Hoskinson ist der Ansicht, dass Ethereum sein Projekt Cardano, das ein vergleichbares System (EUTXO) nutzt, bewusst ignoriert und die Idee heimlich kopiert.

Hoskinson wirft Ethereum vor, Ideen zu kopieren

Die scharfe Kritik kommt von Charles Hoskinson, dem Gründer von Cardano. In einem Beitrag auf X erklärt er, dass er und sein Team seit mehr als zehn Jahren an dieser Technologie arbeiten.

It's not like I've been literally working on this topic for over 10 years of my life and launched a cryptocurrency that was number three on coinmarketcap with millions of users to deploy it. It's literally a crime in the Ethereum inner circles to mention Cardano. EUTXO is the Show more

Toni Wahrstätter ⟠
Toni Wahrstätter ⟠
@nero_eth

Native UTXOs on Ethereum. Payments should be one-shot objects, not permanent state. Bitcoin got this right. Ethereum can bring the same idea to payments: prove existence from history, keep only a spent bit in state, and reduce permanent state by ~99.8%. Check out the blog post

Reply

Laut Hoskinson ist es unverständlich, dass Ethereum das Projekt Cardano nicht erwähnt. Er betont, dass Cardano ein großes und bekanntes Krypto-Projekt mit Millionen von Nutzern ist. Der Kern seiner Kritik ist, dass Ethereum die Technologie diskutiert, ohne den eigentlichen Vorreiter anzuerkennen.

Hoskinson findet deutliche Worte für Ethereum:

„In den Ethereum-Kreisen ist es buchstäblich ein Verbrechen, Cardano zu erwähnen.“

Er bezeichnet die EUTXO-Technologie von Cardano – die Abkürzung steht für Extended Unspent Transaction Output – als „die größte Innovation im Bereich der Smart Contracts“.

Der Kern des Konflikts: Zwei unterschiedliche Systeme

Worum geht es bei dem Streit genau? Im Mittelpunkt steht die Art und Weise, wie Transaktionen auf der Blockchain verarbeitet werden. Ethereum verwendet ein sogenanntes Account-Modell, bei dem für jeden Nutzer eine Art dauerhaftes Konto geführt wird. Jede Transaktion verändert den Kontostand dieses Kontos.

Cardano nutzt – genau wie Bitcoin – ein anderes System: das UTXO-Modell (Unspent Transaction Output). Dabei ähnelt eine Transaktion eher einem digitalen „Beleg“. Nach einer Transaktion gilt dieser Beleg als „verbraucht“, sodass die Blockchain nur noch die nicht verwendeten Belege verwalten muss. Cardano hat dieses System zu EUTXO weiterentwickelt, das Hoskinson für überlegen hält.

Ethereum geht davon aus, dass sich mit einem solchen UTXO-System der für Transaktionen benötigte Speicherplatz um nahezu 99,8 % reduzieren lässt. Das wäre eine enorme Einsparung – und genau deshalb ist Hoskinson so verärgert.

Er ist überzeugt, dass Ethereum sein Projekt Cardano und die weiterentwickelte EUTXO-Version bewusst nicht erwähnt, weil man die Technologie schlicht nachahmen wolle. Damit wird eine technische Diskussion über Effizienz zu einem erbitterten Konkurrenzkampf zwischen den großen Krypto-Projekten Ethereum und Cardano.

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