Foto: Steve Sanchez Photos/Shutterstock
Ist dies der Wendepunkt? Während der Kryptomarkt noch in der Flaute steckt, sahen viele institutionelle Anleger dies gerade als Kaufgelegenheit. BlackRock kaufte seit dem 1. Januar bereits Bitcoin im Wert von 754 Millionen Euro für seinen Bitcoin-Börsenfonds und 128 Millionen Euro für den Ethereum-Börsenfonds.
Der Verkaufsdruck von Langzeitinvestoren ist inzwischen deutlich gesunken und auch andere Signale deuten auf einen möglichen Reset hin. Warum kauft BlackRock dann trotzdem massiv nach? Lies unten die Antwort.
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Bitcoin-ETF von BlackRock: 878 Millionen Dollar hinzugekauft
Aus Daten von LookOnChain geht hervor, dass der Bitcoin-Börsenfonds von BlackRock in der ersten Januarwoche etwa 9600 Bitcoin (BTC) nachkaufte. Zum aktuellen Kurs entspricht das einem Wert von etwa 754 Millionen Euro. Auch kaufte der Ethereum-Börsenfonds von BlackRock in diesem Zeitraum 46.851 Ethereum, mit einem Wert von 128 Millionen Euro. Lookonchain teilte die folgenden Daten auf X:
BlackRock has been accumulating $BTC and $ETH for 3 consecutive days, with a total of 9,619 $BTC($878M) and 46,851 $ETH($149M). pic.twitter.com/80IYyvPfM4
— Lookonchain (@lookonchain) January 8, 2026
Damit scheinen institutionelle Investoren ihre Position wieder aufzubauen, nach einer Phase des Abbaus Ende 2025. Insgesamt verwaltet der Bitcoin-Börsenfonds von BlackRock nun etwa 780.400 Bitcoin, mit einem Wert von etwa 60 Milliarden Euro. Das ist noch deutlich niedriger als der Rekord vom letzten Jahr, als 804.000 Bitcoin im Fonds lagen, im Wert von rund 82,9 Milliarden Dollar.
Verkaufsdruck von Langzeitinvestoren sinkt
Während Institutionen wie BlackRock wieder einsteigen, nimmt der Verkaufsdruck von Langzeitinvestoren gerade ab. Analysten wiesen diese Gruppe regelmäßig als Grund für die enttäuschenden Leistungen in den vergangenen Monaten an.
Der sinkende Verkaufsdruck dieser Gruppe ist gut auf der Grafik des Exchange Inflow Coin Days Destroyed (CDD) zu sehen. Dieser Indikator verfolgt, wie viele alte Krypto-Coins verkauft werden. Mit alt ist gemeint, dass sie bereits längere Zeit unbeweglich in Wallets lagen und also mindestens genauso lange zuvor gekauft wurden.
Derzeit befindet sich der CDD auf einem sehr niedrigen Niveau. Langzeitinvestoren verkaufen momentan also relativ wenig. Das letzte Mal, dass sich der CDD auf vergleichbaren Niveaus befand, war 2017.

Wendepunkt im Markt?
Die SOPR-Ratio verschafft noch etwas mehr Einblick. Dieser Indikator zeigt an, ob aktuelle Käufer und Langzeitinvestoren mit Gewinn oder Verlust verkaufen. Die Grafik zeigt, dass aktuelle Käufer momentan vor allem mit Verlust verkaufen, während Langzeitinvestoren noch im Gewinn stehen und relativ inaktiv sind.
Analysten betrachten das manchmal als Zeichen für einen Wechsel der Wache, bei dem schwache Hände ihre Investitionen mit Verlust abstoßen, während starke Hände günstig einkaufen.
Auch der Net Unrealized Profit/Loss (NUPL) scheint auf einen Reset hinzuweisen. Dieser Indikator spiegelt wider, auf wie viel Gewinn oder Verlust man steht. Derzeit befindet sich der Indikator bei 0,3, was anzeigt, dass Anleger momentan einen moderaten Gewinn haben. Der NUPL verspricht viel Gutes, laut diesem Analysten.
Die akute Panik scheint damit vorerst vom Tisch. Historisch gesehen wurde dieses Niveau vor allem erreicht, bevor eine neue und optimistischere Periode begann.

Neue Phase?
Die veränderte Dynamik deutet darauf hin, dass der Markt möglicherweise eine neue Phase begonnen hat. Mit zunehmendem institutionellem Interesse, sinkendem Verkaufsdruck und diversen Signalen, die darauf hinweisen können, dass schwache Teilnehmer aus dem Markt sind oder geschüttelt werden, scheinen die Umstände reif dafür.
Dennoch fehlt noch die echte Überzeugung. Das gehört auch zu dieser Phase des Marktes: Risiko und potenzieller Gewinn gehen Hand in Hand. Die kommenden Wochen werden zeigen müssen, ob die aktuellen Marktbedingungen verlockend genug sind für eine Fortsetzung des Trends.
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