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Präsident Donald Trump will den Vorsitzenden der US-Notenbank (Fed) ersetzen, um die Zinsen zu senken. Ökonomen sind kritisch: Ihrer Meinung nach gerät dadurch die Unabhängigkeit der Notenbank in Gefahr. Die ehemalige Fed-Vorsitzende Janet Yellen vergleicht dieses Vorhaben sogar mit „etwas, das man aus einer Bananenrepublik kennt“.
Zusammengefasst
- Trump will den Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, durch einen eigenen Kandidaten ersetzen, um die Zinsen zu senken.
- Janet Yellen, ehemalige Vorsitzende, ist strikt dagegen. Sie warnt, dass dies zu extrem hoher Inflation führen könnte.
- Hintergrund dieses Plans ist die US-Staatsverschuldung, die inzwischen auf 39 Billionen Dollar angewachsen ist.
Trump will neuen Chef für niedrigere Zinsen
In einem Interview mit Fox News machte der US-Präsident erneut mehrere kontroverse Aussagen.
Trump will den derzeitigen Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, auswechseln, sobald dessen Amtszeit endet, falls dieser keinen Kurswechsel vornimmt. Stattdessen bevorzugt er Kevin Warsh für diese Position, da dieser seiner Ansicht nach die Zinsen senken würde. Trump hofft auf eine schnelle Bestätigung von Warsh durch den Senat.
Der Grund für diesen Plan ist die enorme Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten, die derzeit 39 Billionen Dollar (umgerechnet etwa 33 Billionen Euro) beträgt. Niedrigere Zinsen würden es dem Staat erleichtern, sich günstiger zu verschulden und die Schulden zu bedienen.
Niedrigere Zinsen in den USA haben Auswirkungen auf Anleger weltweit. Wenn Sparkonten und Staatsanleihen geringere Renditen abwerfen, suchen Investoren nach Alternativen, um ihr Geld zu vermehren. Das kann die Nachfrage nach risikoreicheren Anlagen wie Aktien, Bitcoin und anderen Kryptowährungen ankurbeln.
Kritik: Das kenne man aus einer „Bananenrepublik“
Trumps Aussagen sorgen für heftige Reaktionen. Janet Yellen, ehemalige Fed-Vorsitzende und US-Finanzministerin, äußert sich deutlich kritisch. „Wie oft hört man den Präsidenten eines entwickelten Landes sagen, dass die Zinsen gesenkt werden sollten, um die Staatsverschuldung günstiger zu machen? Das ist etwas, das man aus einer Bananenrepublik kennt“, so Yellen laut The Guardian.
Yellen warnt, dass die Inflation explodieren könnte, wenn Politiker die Notenbank steuern.
Spannungen und wirtschaftliche Sorgen
Das Verhältnis zwischen Trump und dem aktuellen Fed-Vorsitzenden Powell ist schon länger angespannt. Bemerkenswert ist, dass Trump Powell selbst ernannt hatte, ihn später jedoch als „Idiot“ bezeichnete, weil die Zinsen seiner Meinung nach nicht schnell genug gesenkt wurden.
Der Druck von Trump kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Notenbanker sich zunehmend Sorgen über steigende Inflation machen, unter anderem aufgrund geopolitischer Spannungen. So stiegen die Ölpreise deutlich, nachdem die USA Angriffe auf den Iran begonnen hatten.
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