Bitcoin (BTC) hat in den vergangenen Monaten einen schweren Schlag erlitten. Seit dem Herbst verlor die größte Kryptowährung etwa die Hälfte ihres Wertes.
Dennoch sieht die Makro-Analystin Lyn Alden, eine der bekanntesten Stimmen in der Welt der Makroökonomie und Finanzmärkte, gerade jetzt eine besondere Chance entstehen.
In einem aktuellen Podcast erklärt Alden, dass die derzeitige Situation ihrer Meinung nach ein „historischer Moment“ für Investoren sein könnte, die Bitcoin beobachten.
Laut der Analystin ist die Stimmung rund um Bitcoin momentan außergewöhnlich negativ, während ein großer Teil der fundamentalen Faktoren weiterhin intakt bleibt.
„Wir sind wahrscheinlich näher am Boden als am Top“, erklärt sie.
Obwohl sie nicht ausschließt, dass der Markt noch einige Zeit schwanken kann, glaubt sie, dass der größte Teil des Schmerzes inzwischen hinter uns liegt.
Bitcoin laut Alden stark überverkauft
Ein wichtiger Grund für ihren Optimismus liegt in den technischen Indikatoren. Alden weist darauf hin, dass Bitcoin derzeit auf einem der niedrigsten Niveaus überhaupt steht, gemessen am sogenannten Weekly RSI – einem Indikator, der zeigt, ob ein Markt überkauft oder überverkauft ist.
Ihrer Meinung nach bedeutet das, dass die negative Stimmung möglicherweise zu weit gegangen ist.
„Bitcoin ist hier ziemlich überverkauft“, sagt sie.
Historisch gesehen gingen solche Momente häufig Phasen der Erholung voraus.
Das bedeutet jedoch nicht, dass sofort ein neuer Bullenmarkt beginnt. Alden erwartet eher eine Phase, in der sich der Markt langsam stabilisiert, bevor eine neue Aufwärtsphase beginnen kann.
Warum sich dieser Zyklus anders anfühlt
Dennoch räumt Alden ein, dass dieser Marktzyklus anders verläuft, als viele Anleger erwartet hatten. Ihrer Ansicht nach liegt ein wichtiger Faktor darin, dass die Nachfrage von Privatanlegern relativ schwach geblieben ist.
Während frühere Bullenmärkte von Millionen neuer privater Investoren angetrieben wurden, kam die Nachfrage diesmal vor allem aus institutionellen Kanälen wie ETFs und börsennotierten Unternehmen, die Bitcoin in ihre Bilanz aufgenommen haben.
Gleichzeitig nahmen viele langfristige Halter Gewinne mit, nachdem die Preise über Jahre gestiegen waren. Dieser Verkaufsdruck sorgte dafür, dass der Zufluss von neuem Kapital weniger deutlich im Kurs sichtbar wurde.
Bitcoin versus Gold
Auffällig ist, dass Alden trotz des jüngsten Kursrückgangs weiterhin Vertrauen in Bitcoin auf lange Sicht hat. Wenn sie sich für die kommenden Jahre zwischen Gold und Bitcoin entscheiden müsste, würde sie sogar eher zu Bitcoin tendieren.
Ihrer Meinung nach ist Gold derzeit wegen der Unsicherheit in der Weltwirtschaft beliebt, während die Stimmung rund um Bitcoin extrem negativ geworden ist.
„Wenn ich darauf wetten müsste, welche der beiden Anlagen in den nächsten zwei bis drei Jahren besser abschneidet, würde ich Bitcoin wählen“, sagt sie.
Für Anleger bedeutet das laut Alden jedoch nicht, alles auf eine Karte zu setzen. Diversifikation bleibt ihrer Meinung nach eine wichtige Strategie – gerade in unsicheren Zeiten, in denen sich Märkte schnell drehen können.
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