Bitcoin tanzt mit auf dem KI-Hype: Laut Experten eine „gefährliche Blase“

2 Min. Lesedauer
16. Okt. 2025, 15:29

Der Bitcoin-Kurs zeigt derzeit eine auffällige Parallelität zu den Aktien von Nvidia – einem der weltweit führenden Hersteller von Chips für Künstliche Intelligenz (KI). Beide Märkte haben in den letzten zwölf Monaten stark zugelegt.

Analysten sprechen inzwischen von einer hohen Korrelation zwischen Krypto und KI – und warnen zunehmend vor einer „gefährlichen Blase“.

Bitcoin und Nvidia: Kurse bewegen sich im Gleichklang

Der Zusammenhang zwischen Bitcoin (BTC) und Nvidia wird derzeit mit einem Korrelationswert von 0,75 beziffert – dem höchsten Stand im vergangenen Jahr. Das bedeutet, dass sich beide Werte oft in dieselbe Richtung bewegen.

Während Nvidia seit Jahresbeginn um 43,6 % auf 167,60 Euro zulegte, stieg Bitcoin um 65,4 % auf rund 110.000 US-Dollar (ca. 95.000 Euro). Für viele Anleger ist das ein Hinweis darauf, dass sich Bitcoin wie ein hochspekulatives Tech-Aktieninvestment verhält – und somit ebenfalls anfällig für Überbewertungen ist.

Einige Experten sehen Parallelen zur Dotcom-Blase der späten 1990er-Jahre. Der Analyst The Great Martis spricht sogar von einer „doppelten Blase“ – einer überhitzten KI-Branche, die gleichzeitig die Kryptomärkte mitzieht.

Besonders kritisch wird das enge Netz an Investitionen zwischen großen KI-Unternehmen gesehen. So investiert Oracle rund 300 Milliarden Dollar in OpenAI – ein Unternehmen, das wiederum mit Nvidia eng verknüpft ist.

Nvidia selbst plant, 100 Milliarden Dollar in OpenAI zu investieren, und beide Unternehmen pumpen Milliarden in das Cloud-Unternehmen CoreWeave.

Diese Investitionen bleiben häufig im selben Kreis und führen laut Analysten zu einer „selbstverstärkenden Investitionsblase“ – bei der die Bewertungen künstlich steigen, ohne dass reale Gewinne oder Wachstum erzielt werden.

Wiederholt sich die Geschichte?

Während der Dotcom-Krise verlor der Nasdaq-Index über 80 % an Wert. Analysten sehen heute ähnliche Risikomuster: überzogene Zukunftshoffnungen, Kapitalverflechtungen und eine spekulative Dynamik, die an ein Schneeballsystem erinnert.

Trader und Finanzdozent Adam Khoo warnt: Sollte die Blase platzen, könnten KI-, Krypto-, Quanten- oder Kernenergie-Investments um 50 bis 80 % fallen.

Er verweist auf Warren Buffett, der in den späten 1990ern Tech-Investments mied und stattdessen in konservative Unternehmen wie Coca-Cola, American Express und Moody’s investierte – mit Erfolg.

Heute hält Buffett rund 300 Milliarden Euro in bar und besitzt keine Anteile an Nvidia, AMD oder Bitcoin. Für Khoo ein klarer Hinweis, dass Buffett erneut vorsichtig agiert.

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