Gino Presti Gino Presti
3 min. Lesedauer

Memecoin-Betrug erreicht Höhepunkt: 500 Millionen Dollar in 2024 gestohlen

Ein argentinischer Kryptoskandal gefährdet das Image von Memecoins

Foto: Maurice Norbert/Shutterstock

Nun, da 2024 schon eine Weile hinter uns liegt, tröpfeln die Ergebnisse für diesen Zeitraum langsam ein. Diesmal teilte die Krypto-Forschungsplattform Merkle Science ihre Erkenntnisse über Betrügereien mit, bei denen Memecoins verwendet wurden. Und die Ergebnisse fallen höher aus, als du wahrscheinlich erwartet hättest.

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500 Millionen Dollar durch Betrug mit Memecoins erbeutet

Die Untersuchung von Merkle Science zeigt sofort, dass die Betrugspraktiken mit Memecoins ein großes Problem in der Kryptowelt sind. Im vergangenen Jahr verging kaum ein Monat, ohne dass ein sogenannter „Rug Pull“ oder Betrug stattgefunden hätte. In einem Jahr verloren die Opfer dieser Betrügereien daher mehr als 500 Millionen Dollar.

Der größte Anteil davon wurde durch die Nutzung von „Social Engineering“ verursacht. Dies ist ein Sammelbegriff für Praktiken, bei denen man Opfer glauben lässt, der Hacker sei jemand anderes, um dann Zugang zu persönlichen Daten zu erhalten. Diese Daten können dann wiederum genutzt werden, um so viel Kapital oder Kryptowährungen wie möglich zu erbeuten.

KI-generierte Livestreams und gehackte Prominente

Beispiele für „Social Engineering“ gab es 2024 genug. So wurden mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Livestreams zur gleichen Zeit abgespielt, in der der originale Livestream beispielsweise von Apple oder Tesla lief. Opfer, die den falschen Livestream sahen, wurden aufgefordert, in eine neue Kryptowährung zu investieren. Da die Livestreams mit KI erstellt wurden, sah es so aus, als ob beispielsweise Elon Musk den Rat gab zu investieren, weil große Gewinne erzielt werden könnten. Da der normale Bürger Vertrauen in bekannte Personen hat, folgt man solchen Ratschlägen schneller.

Nicht nur über YouTube fanden Betrügereien statt. Ganze 75 Prozent aller Betrügereien mit Memecoins fanden über die Social-Media-Plattform X statt. Die Konten von Prominenten wurden gehackt, woraufhin schnell Nachrichten gepostet wurden. Dadurch sah es so aus, als ob diese Personen eine Münze bewarben, was schnell zu erheblichen Investitionen führte. Als sich später herausstellte, dass die Nachrichten gefälscht waren, hatten die Betrüger oft schon das Geld aus der Münze gezogen und die Opfer blieben mit einem wertlosen Memecoin zurück.

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44 Prozent der Betrügereien durch Phishing

Eine andere große Form des Betrugs sind Phishing-Angriffe. Bei dieser Form werden SMS, WhatsApp-Nachrichten oder Websites nachgemacht, die von echten nicht zu unterscheiden sind. So erhalten Opfer beispielsweise eine Nachricht im Namen der Krypto-Börse Binance, in der steht, dass sie ihre Anmeldedaten eingeben müssen, um zu verhindern, dass sie ihr Kapital verlieren. Mit einem Trick gelingt es den Betrügern, sehr viele Informationen zu erschleichen, woraufhin ihre Wallets komplett geleert werden.

Laut der Untersuchung von Merkle Science soll diese Form des Betrugs für etwa 44 Prozent aller Vorfälle verantwortlich sein. Es beweist einmal mehr, wie wichtig es ist, sorgfältig mit seinen persönlichen Daten umzugehen und diese nicht einfach mit jemandem zu teilen.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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