Japan hat den Leitzins soeben auf den höchsten Stand seit 31 Jahren angehoben.
Es gab große Sorgen, dass der Verkaufsdruck auf Bitcoin weiter zunehmen könnte. Bislang reagiert der Kurs jedoch gelassen. Das ist bemerkenswert, denn frühere Zinserhöhungen der Bank of Japan wurden häufig von deutlichen Kursrückgängen begleitet.
Unter der Oberfläche bleiben Momentum und Kaufdruck jedoch schwach, während sich die Aufmerksamkeit offenbar zunehmend auf Altcoins verlagert.
Zusammengefasst
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Bitcoin reagiert bislang stabil, obwohl die Bank of Japan den Leitzins auf den höchsten Stand seit 1995 anhebt.
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Technische Indikatoren wie Momentum und Handelsvolumen bleiben negativ, was auf eine schwache Kurserholung hindeutet.
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Die Aufmerksamkeit verlagert sich möglicherweise auf Altcoins: Kurse steigen stärker und Kapital fließt in entsprechende börsengehandelte Fonds.
Bitcoin hält sich trotz historisch hoher Zinsen
Die japanische Zentralbank (BoJ) hat heute Morgen den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1 Prozent erhöht.
Das ist das höchste Niveau seit 1995. Die Anhebung soll die Inflation bekämpfen, die derzeit bei rund 3 Prozent liegt.
Bitcoin begann gestern Nachmittag deutlich zu steigen, doch die Aufwärtsbewegung wurde im Bereich von 67.000 US-Dollar gestoppt.
Während der Nacht und im Vorfeld der Entscheidung fiel Bitcoin anschließend bis auf 65.700 US-Dollar zurück. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Entscheidung der Bank of Japan veröffentlicht.
Seitdem steigt Bitcoin wieder vorsichtig an. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der Kurs bei 66.500 US-Dollar und liegt damit heute rund 1 Prozent im Plus.
Das ist bemerkenswert, denn frühere Zinserhöhungen der BoJ führten zu Kursrückgängen von 20 bis 30 Prozent. Der Markt spekuliert nun darüber, ob die aktuelle Anhebung bereits eingepreist war.

Anhaltende Schwäche und Mittelabflüsse aus Fonds
Dennoch wirkt der Markt nach Einschätzung von Analysten weiterhin schwach. Experten von Glassnode und Swissblock warnen, dass die Gefahr noch nicht gebannt sei.
Technische Indikatoren deuten demnach auf ein schwaches Momentum, rückläufiges Handelsvolumen und ein niedriges On-Balance-Volume (OBV) hin. Das bedeutet, dass hinter dem jüngsten Kursanstieg nur wenig überzeugende Kaufkraft steht.

„Bis dahin bleibt das Risiko eines erneuten Tests der Tiefststände bestehen“, so Swissblock.
Diese Schwäche spiegelt sich auch in den Kapitalströmen der in den USA börsengehandelten Fonds (ETFs) wider. Gestern verzeichneten die Bitcoin-ETFs erneut einen Nettoabfluss von rund 64 Millionen US-Dollar. Das ist besonders kritisch, da derzeit nur wenig Nachfrage von Privatanlegern kommt.
Altcoins stehen im Rampenlicht
Auffällig ist, dass die ETFs für Altcoins gestern hingegen Kapitalzuflüsse verzeichneten.
Die Ethereum-ETFs meldeten einen Nettozufluss von 22,5 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig flossen 2,82 Millionen US-Dollar in XRP-ETFs und 2,81 Millionen US-Dollar in Solana-ETFs. Die vergleichsweise neuen Hyperliquid-ETFs verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 17,19 Millionen US-Dollar.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Kursentwicklungen. Ethereum steigt um 2,9 Prozent auf 1.771 US-Dollar. XRP legt um 4,5 Prozent auf 1,24 US-Dollar zu und Solana gewinnt 4,3 Prozent auf 74,33 US-Dollar.
Hyperliquid liegt erneut beeindruckende 11 Prozent im Plus und notiert bei 72,42 US-Dollar. Hinzu kommt Stellar, das sogar um 14 Prozent auf 0,2168 US-Dollar steigt.






