Laut dem renommierten Analysten Michaël van de Poppe mehren sich die Anzeichen für eine schwere Marktkrise im Jahr 2026. Er warnt, dass der kommende Abschwung sogar gravierender sein könnte als die globale Finanzkrise von 2008.
Als Hauptgründe nennt er strukturelle Schwächen im Finanzsystem, überbewertete Märkte und ein zunehmendes Maß an wirtschaftlicher Unsicherheit.
Märkte in der Ruhe vor dem Sturm
Van de Poppe betont, dass Märkte oft nicht dann einbrechen, wenn Angst bereits allgegenwärtig ist – sondern wenn sich ein falsches Gefühl von Sicherheit breitmacht. Derzeit scheine vieles stabil, doch genau das sei trügerisch.
„Märkte crashen nicht in der Krise, sondern wenn es aussieht, als sei alles unter Kontrolle“, so der Analyst.
Besonders kritisch sieht er die Situation auf dem Immobilienmarkt. Die Immobilienpreise befinden sich weiterhin auf Rekordniveau, obwohl die Ära der extrem niedrigen Zinsen längst vorbei ist. Die Finanzierungskosten seien gestiegen, während Einkommen nicht im gleichen Tempo gewachsen seien – ein Ungleichgewicht, das die finanzielle Belastbarkeit vieler Haushalte gefährde.
Ein weiteres Warnsignal erkennt van de Poppe im Verhalten von Gold und Silber. Beide Edelmetalle befinden sich im Aufwärtstrend, was laut ihm auf tiefere strukturelle Probleme im Finanzsystem hindeutet.
„Solche Bewegungen deuten oft auf wirtschaftliche Spannungen hin, die erst später in anderen Märkten sichtbar werden“, erklärt er.
Makroökonomische Risiken nehmen zu
Auch makroökonomisch sieht van de Poppe eine gefährliche Entwicklung: steigende Verschuldung, übermäßiger Einsatz von Fremdkapital und eine schleichend steigende Arbeitslosigkeit. Dieses Muster erinnere stark an die Zeit vor der Finanzkrise 2008 – langsam, schleichend und scheinbar unter Kontrolle, bis die Situation plötzlich kippt.
Gleichzeitig sieht er, dass Zentralbanken beginnen, durch Liquiditätsmaßnahmen und Zinssignale gegenzusteuern – für ihn ein Zeichen dafür, dass die Verantwortlichen die wachsenden Risiken längst erkennen.
Letzte Rallye vor dem Absturz?
Trotz seiner Warnungen sieht van de Poppe kurzfristig noch Potenzial für eine letzte Rallye an den Märkten. Gerade Risiko-Assets wie Aktien und Kryptowährungen könnten vor dem Einbruch noch einmal stark zulegen – ein typisches Muster vor größeren Korrekturen.
Für Bitcoin (BTC) hält er einen Anstieg auf bis zu 100.000 US-Dollar für möglich, bevor auch der Kryptomarkt von einer größeren Korrektur erfasst wird.
Michaël van de Poppe zeichnet ein düsteres Bild für die kommenden Jahre. Er erwartet eine Phase steigender Marktspannung, überhöhter Bewertungen und wachsender Instabilität – mit einem möglichen Höhepunkt im Jahr 2026.
Anleger sollten sich laut ihm nicht von kurzfristigen Gewinnen täuschen lassen und frühzeitig über Risikomanagement und Absicherung nachdenken.
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