Foto: Jaytrading / YouTube
In den letzten Wochen haben mich viele gefragt: Ist Krypto tot? Kommt da überhaupt noch was? Diese Fragen sind nicht unbegründet. Bitcoin (BTC) ist kürzlich auf 81.000 $ gefallen – fast ein lower low.
Aktuell sehen wir zwar einen kleinen Bounceback auf etwa 82.900 $, aber das große Vertrauen ist raus. Auch Vitalik Buterin hat sich öffentlich besorgt gezeigt: Ohne echten Use Case könnte Krypto komplett verschwinden. Und ehrlich gesagt, ich sehe das genauso.
Die Stimmung in der Community? Katastrophal. Viele sind frustriert, apathisch – Weltuntergangs-Vibes überall. Aber genau das ist auch ein Zeichen: Der „Max Pain“-Moment, den wir oft erwähnt haben, scheint da zu sein.
Das erinnert mich stark an frühere Zyklen. Nur diesmal fühlt es sich ernster an, vielleicht endgültiger. Denn die Wahrheit ist: Die letzten Hypes waren kaum auf realen Anwendungsfällen aufgebaut.
Vieles war Spekulation, Hoffnung, Zukunftsversprechen. Doch geliefert wurde bisher wenig bis nichts.
Warum ich (noch) nicht nachkaufe
Ich halte meine Sparpläne weiter aufrecht – Bitcoin und ein bisschen Ethereum (ETH). Aber ich halte mich mit neuen Investitionen bewusst zurück. Kein „Buy the dip“ für mich, zumindest nicht jetzt.
Ich warte auf den Moment, an dem die Altcoins auf realistische Preise zurückkommen – wie beim Wickfill vom 10. Oktober. Wenn das passiert, steige ich wieder ein.
Nicht, weil ich auf einen krassen Bullrun hoffe, sondern weil dann das Chancen-Risiko-Verhältnis für mich persönlich wieder stimmt.
Ich will ehrlich sein: Das bleibt ein Gamble. Und selbst wenn ich wieder Altcoins kaufe, heißt das nicht, dass ich sie blind halte. Ich bleibe flexibel. Natürlich kann auch ein weiterer 50%-Crash kommen.
Oder ein jahrelanger Bärenmarkt, wie wir ihn im Krypto-Space noch nie gesehen haben. Deshalb rate ich auch niemandem zu blindem Nachkaufen. Lieber Cash halten, ruhig bleiben, beobachten. Und vor allem: Geduld.
Hinter den Kulissen brodelt es
Was mich aber wirklich zum Nachdenken bringt, ist das, was im Hintergrund geschieht – oder besser gesagt: nicht direkt sichtbar ist. Staaten, Banken, Zentralbanken und große Unternehmen kaufen massiv Gold, Bitcoin, Infrastruktur.
Das ist kein Zufall. Es deutet darauf hin, dass sich geopolitisch und wirtschaftlich etwas Großes anbahnt. Trump hat kürzlich Kevin Warsh als neuen Fed Chair nominiert – ein Zeichen für potenzielle Umbrüche in der US-Geldpolitik.
Ich glaube, dass wir uns in einem Übergang befinden. Noch ist nicht klar, wohin es geht. Aber solche Phasen waren schon immer die spannendsten – auch wenn sie sich währenddessen mies anfühlen. Ich für meinen Teil bleibe wachsam, analysiere und warte.
Vielleicht sehen wir bald den nächsten großen Move – sei es nach unten oder überraschend doch nach oben. In jedem Fall: Die Zeit des blinden Hypes ist vorbei. Jetzt beginnt die Phase der echten Entscheidungen.
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