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Bitcoin verstehen mit Orderflow – Meine Strategie im Detail

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Foto: @CoinCheckTV Bild YT

Ich habe viele Methoden ausprobiert, um die Bewegungen am Kryptomarkt besser einschätzen zu können – doch keine hat mir so viel Einblick gegeben wie die Analyse des Orderflows. Für mich ist Orderflow ein essenzieller Bestandteil meiner täglichen Marktanalyse geworden.

Anders als herkömmliche Indikatoren wie RSI oder MACD zeigt der Orderflow nicht nur was passiert, sondern warum es passiert. Er ermöglicht mir, Marktmechaniken auf granularer Ebene zu verstehen: Wer kauft, wer verkauft, und vor allem – mit welcher Intensität?

Die Daten helfen mir nicht nur, sinnvolle Einstiege zu finden, sondern auch Ausstiege besser zu planen. Besonders bei Bitcoin (BTC) und hochvolatilen Altcoins ist es entscheidend, zu erkennen, ob Bewegungen durch Spot-Nachfrage oder gehebelte Futures getrieben werden.

Letzteres birgt oft hohes Risiko und ein erhöhtes Flush-Potenzial.

Öl, Krieg und Bitcoin: Märkte vor entscheidender Phase
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Diese Tools nutze ich konkret

Um den Orderflow effektiv zu nutzen, kombiniere ich verschiedene Tools. Hauptsächlich arbeite ich mit CVD-Daten (Cumulative Volume Delta), die mir zeigen, ob echte Käufe (Spot) oder spekulative Käufe (Futures) dominieren.

Wenn die Spot-CVD steigt und die Futures-CVD flach bleibt, ist das für mich ein Zeichen gesunder Nachfrage – dann wird die Bewegung mit höherer Wahrscheinlichkeit Bestand haben.

Zusätzlich beobachte ich das Open Interest, also die offenen Kontrakte an den Derivatebörsen. Ein Anstieg bei gleichzeitig steigenden Preisen signalisiert mir, dass frisches Kapital in den Markt kommt. Das ist in der Regel bullisch.

Wenn dagegen Open Interest fällt, während der Preis steigt, deute ich das als Short-Covering – oft nicht nachhaltig.

Ein weiteres zentrales Werkzeug ist das Funding, also die Differenz zwischen Spot- und Futurepreis. Negatives Funding (Spot teurer als Futures) werte ich meist als bullisch, da der Markt nicht überhitzt ist.

Liquidationen beobachte ich ebenfalls, um Squeeze-Potenziale zu erkennen oder um zu sehen, ob eine Bewegung organisch oder durch Zwangsschließungen entstanden ist.

Wie ich Orderflow in Strategien integriere

Orderflow ist für mich keine alleinstehende Entscheidungsgrundlage. Ich suche die Konfluenz verschiedener Signale. Makroökonomische Faktoren, Korrelationen zu Aktien- oder Anleihenmärkten und technische Chartanalysen spielen ebenfalls eine Rolle.

Letztere gestalte ich einfach: Ich arbeite mit Fibonacci Retracement und Fibonacci Extensions, um potenzielle Umkehrzonen oder Zielbereiche zu identifizieren.

Ich setze nie alles auf eine Karte. Stattdessen skaliere ich meine Positionen auf- und ab, beobachte die Reaktion auf Levels wie dem 61,8 % Fibonacci-Bereich und achte dabei auf Liquidationszonen.

Diese Magnetzonen im Chart zeigen mir, wo der „größte Schmerz“ liegt – also wo Marktteilnehmer am verletzlichsten sind. Dort entstehen häufig dynamische Bewegungen.

Bitcoin, Narrative und die Suche nach echter Unabhängigkeit
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So richtest du dir den Orderflow-Chart ein

Wer jetzt selbst mit Orderflow arbeiten will, kann das völlig kostenlos tun. Ich empfehle die Plattform Velo XYZ. Dort kannst du dir alle relevanten Daten – CVD, Open Interest, Funding, Liquidationen – anzeigen lassen.

Wichtig ist, die Daten korrekt zu konfigurieren: Aggregierte Daten über mehrere Börsen hinweg nutzen, Delta-Werte in Dollar anzeigen und Farbgebung anpassen – so bekommst du denselben Blick auf den Markt wie ich.

Orderflow-Trading ist kein Wundermittel, aber es liefert mir einen realen Einblick in die Markttiefe, der über klassische Indikatoren hinausgeht. Für mich ist es heute ein unverzichtbarer Bestandteil meiner Trading-Routine.

Auf meinem YouTube-Kanal zeige ich dir regelmäßig, wie ich den Markt analysiere und welche Tools ich verwende. Jetzt reinschauen und dazulernen!

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Über den Autor:
Furkan Yildirim

Furkan Yildirim ist Wirtschaftsingenieur (M.Sc.) mit Fokus auf Blockchain-Technologie und ein leidenschaftlicher Experte im Bereich Kryptowährungen. Nach seinem Studium arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fraunhofer Institut und der TU Dortmund im Projekt „Blockchain Europe“. Privat entdeckte er Bitcoin durch Freunde und begann als Trader, was sein Interesse an dezentralen, zensurresistenten Systemen weiter vertiefte. Heute teilt er sein Wissen über Kryptowährungen auf Social Media, betreibt einen YouTube-Kanal und wird regelmäßig von Medien wie Welt und NTV als Experte eingeladen.

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