Foto: Jaytrading / YouTube
Die Niederlande plant ab 2028 eine Steuer auf unrealisierte Gewinne – also auf Buchgewinne, die noch gar nicht realisiert sind. Als ich das gelesen habe, dachte ich erst: Das kann doch nicht ernst gemeint sein. Doch der erste parlamentarische Schritt ist dort bereits gegangen worden.
Das Gesetz wurde geprüft und hat eine erste Hürde genommen. Noch ist es nicht final beschlossen, aber der Prozess läuft.
Und wir wissen alle: Wenn so etwas in einem EU-Land durchgeht, dann schauen andere ganz genau hin. Gerade Deutschland ist nicht dafür bekannt, bei Steuererhöhungen besonders zurückhaltend zu sein. Für mich ist das kein kleines Detail, sondern ein massiver Eingriff in private Vermögensbildung.
36 % auf Buchgewinne – ein Rechenbeispiel mit Bitcoin
Ich mache es konkret. Angenommen, ich kaufe Bitcoin (BTC) für 40.000 Euro. Der Kurs verdoppelt sich, mein Depot steht bei 80.000 Euro. Ich habe also 40.000 Euro Buchgewinn – aber nichts verkauft.
Nach dem geplanten Modell in den Niederlanden würden darauf 36 % Steuern fällig. Das sind 14.400 Euro. Und zwar obwohl ich keinen einzigen Cent realisiert habe.
Bitcoin ist nur ein Beispiel. Dasselbe würde für Aktien oder ETFs gelten, etwa wenn ich den S&P 500 bespare.
Das Problem: Dieses Geld liegt nicht einfach auf meinem Konto herum. Es ist investiert. Also müsste ich Anteile verkaufen, nur um eine Steuer auf einen theoretischen Gewinn zu zahlen. Ich werde also zum Verkäufer gezwungen – unabhängig davon, ob ich langfristig investieren will.
Das eigentliche Risiko: Wenn der Markt danach fällt
Noch dramatischer wird es, wenn der Markt im Folgejahr einbricht. Bleiben wir beim Beispiel: Ich zahle die 14.400 Euro Steuer. Danach halbiert sich der Bitcoin-Kurs wieder auf 40.000 Euro. Mein Buchgewinn ist weg.
Unterm Strich habe ich dann 14.400 Euro weniger Vermögen – obwohl ich über den gesamten Zeitraum betrachtet gar keinen realen Gewinn erzielt habe. Ich stehe bei null, habe aber massiv Kapital verloren.
Für langfristige Investoren ist das verheerend. Wer 20 oder 30 Jahre Vermögen aufbauen will, kalkuliert mit Schwankungen. Gute Jahre wechseln sich mit Bärenmärkten ab. Wenn ich in einem starken Jahr besteuert werde und danach zwei schlechte Jahre folgen, werde ich doppelt bestraft.
Das trifft vor allem die Mittelschicht. Menschen, die vorsorgen wollen, weil sie wissen, dass Rentensysteme unter Druck stehen. Wer 20 Jahre lang 500 Euro monatlich investiert, braucht ohnehin Geduld. Wenn dann noch jedes Hoch steuerlich abgestraft wird, wird Vermögensaufbau fast unmöglich.
Warum ich über Auswandern nachdenke
Ich sehe darin eine moderne Form der Enteignung. Nicht offen, nicht direkt – aber strukturell. Wer Vermögen aufbaut, wird systematisch ausgebremst. Gleichzeitig werden Ausgaben selten reduziert, stattdessen sucht man neue Einnahmequellen.
Ich habe selbst erlebt, wie belastend Steuervorauszahlungen sein können. Obwohl ich Rücklagen bilde und strukturiert arbeite, kann es passieren, dass plötzlich hohe fünfstellige Beträge fällig werden.
Und genau deshalb weiß ich, wie schnell man gezwungen sein kann, Assets zu verkaufen – selbst wenn man das eigentlich nicht will.
Wenn nun zusätzlich noch Steuern auf unrealisierte Gewinne kommen, wird der Druck enorm steigen. Viele Leistungsträger in den Niederlanden werden sich überlegen, das Land vor 2028 zu verlassen.
Auch ich denke intensiver darüber nach, langfristig nicht nur Deutschland, sondern die EU zu verlassen.
Für mich ist das kein emotionaler Schnellschuss, sondern eine strategische Überlegung zum Vermögensschutz. Wenn Investieren die letzte Möglichkeit ist, dem Hamsterrad zu entkommen, dann darf genau dieser Weg nicht systematisch blockiert werden.
Noch ist nichts final entschieden. Aber allein die Tatsache, dass solche Modelle real diskutiert und vorangetrieben werden, sollte uns alle wachrütteln.
Wenn dich solche Themen rund um Steuern, Vermögensaufbau, Bitcoin und finanzielle Freiheit interessieren, dann schau unbedingt auf meinem YouTube-Kanal vorbei.
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