Unternehmen will 850 Millionen Euro für Solana sammeln

2 Min. Lesedauer
27. Dez. 2025, 07:08

Ein bemerkenswerter Schritt eines amerikanischen Börsenunternehmens rückt Solana erneut in den Mittelpunkt. Upexi, ein an der Nasdaq notiertes Unternehmen, will bis zu einer Milliarde Dollar, umgerechnet 850 Millionen Euro, sammeln.

Das Unternehmen will einen Teil des Geldes einsetzen, um die bestehende Solana-Schatzkammer weiter auszubauen. Die Vorgehensweise ruft direkt Vergleiche mit der Strategie auf, die Michael Saylor von Strategy mit Bitcoin anwendet.

So will dieses Unternehmen Geld sammeln

Upexi hat bei der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) eine sogenannte Shelf-Registrierung eingereicht. Mit einer solchen Registrierung kann ein Unternehmen über einen längeren Zeitraum verschiedene Arten von Wertpapieren bis zu einem vorher festgelegten Maximum ausgeben. Denke beispielsweise an Aktien oder Anleihen. In diesem Fall geht es um einen Betrag von maximal einer Milliarde Dollar.

Wichtiges Detail ist, dass die Registrierung noch nicht endgültig von der Aufsichtsbehörde genehmigt wurde. Solange das nicht geschehen ist, darf Upexi noch keine Wertpapiere verkaufen. Der Antrag gibt dem Unternehmen vor allem Flexibilität, um zu einem späteren Zeitpunkt Kapital anzuziehen, wenn die Marktbedingungen dafür günstig sind.

Solana zentral in Schatzkammer-Strategie

Die mögliche Kapitalrunde passt in Upexis Solana-orientierte Treasurystrategie. Das Unternehmen begann damit dieses Jahr und besitzt inzwischen über zwei Millionen SOL. Beim aktuellen Marktpreis, der bei 103 Euro pro Coin steht, bedeutet das, dass das Unternehmen 200 Millionen Euro an Solana besitzt. Damit gehört Upexi zu den öffentlichen Unternehmen mit den größten Solana-Positionen in der Bilanz.

Die Idee hinter dieser Vorgehensweise ist vergleichbar mit früheren Strategien rund um Krypto: Kryptowährungen werden nicht nur als Anlage gesehen, sondern als struktureller Bestandteil des Unternehmensvermögens. Im Fall von Upexi geht es um das Halten und möglicherweise auch Verleihen von Solana-Token gegen Zinsen, als Langzeitstrategie.

Vergleich mit Strategy

Die Pläne erinnern an Strategy, das jahrelang sehr viel Geld sammelte, um Bitcoin zu kaufen. Auf diese Weise koppelte es seine Bilanz stark an das digitale Gold. Dieser Schritt von Upexi wird von vielen als zusätzlich risikoreich angesehen, weil Solana als volatiler und technologisch mehr in Entwicklung bekannt ist als die älteste Kryptomünze.

Nun die Frage aufkommt, ob Bitcoin am Anfang eines Bärenmarktes steht, tritt Michael Saylor auf die Bremse. Über Strategy verkaufte er für 748 Millionen Dollar an Aktien und kaufte dabei keinen Bitcoin.

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