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Die Kreditplattform Aave steht vor enormen finanziellen Problemen: Schulden in Höhe von fast 200 Millionen Dollar lasten auf dem Protokoll, während der Gesamtwert im Netzwerk innerhalb kurzer Zeit um Milliarden eingebrochen ist.
Ausgelöst wurde die Krise jedoch nicht durch einen Hack bei Aave selbst, sondern durch einen Angriff auf ein anderes Kryptounternehmen. Infolge dessen konnten Angreifer gestohlene Kryptowährungen als Sicherheiten auf der Plattform einsetzen.
Zusammengefasst
- Der Gesamtwert auf der Kreditplattform Aave ist um 6,6 Milliarden Dollar gesunken, nachdem Kriminelle gestohlene Tokens als Sicherheiten nutzten.
- Durch den Angriff hat Aave nun Schulden von 196 Millionen Dollar. Der eigene AAVE-Token fiel um 16 % im Wert.
- Der Vorfall zeigt ein Risiko in der Kryptowelt: Ein Problem bei einem Unternehmen kann eine Kettenreaktion bei einem anderen auslösen
Dominoeffekt durch gehackte Kryptobrücke
Die Probleme entstanden beim Kryptoprojekt Kelp. Hacker kompromittierten dort eine sogenannte „Bridge“, eine digitale Brücke, die Tokens zwischen verschiedenen Netzwerken überträgt. Sie stahlen 116.500 rsETH-Tokens im Wert von rund 292 Millionen Dollar – der größte Hack des Jahres 2026.
Die Angreifer brachten diese gestohlenen Tokens anschließend zu Aave und nutzten sie als Sicherheiten, um große Mengen Wrapped Ether (WETH) zu leihen.
Milliarden an Wert vernichtet
Der Gesamtwert, der auf der Plattform gebunden ist, sank in kurzer Zeit um etwa 6,6 Milliarden Dollar: von 26,4 Milliarden Dollar am 18. April auf derzeit rund 20 Milliarden Dollar.
Auch der Kurs des AAVE-Tokens fiel deutlich um 16 % auf 92 Dollar.
Unsicherheit über Deckung der Schäden
Zunächst erklärte Aave, dass ein spezieller Reservefonds, der „Umbrella“, die Schäden vollständig abdecken würde. Später änderte sich der Ton zu „Prüfung von Möglichkeiten zur Kompensation des Defizits“, was auf Unsicherheit hindeutet.
Der Kern des Problems ist, dass viele Kreditprotokolle sogenannte „Liquid Restaking Tokens“ (LRTs) als Sicherheiten akzeptierten. Die Risikomodelle berücksichtigten kein Szenario, in dem der Wert eines solchen Tokens durch einen externen Hack plötzlich einbricht.
Sollte der Reservefonds von Aave nicht ausreichen, könnten möglicherweise die Inhaber von stkAAVE-Tokens für die Verluste aufkommen müssen.
Ein Händler auf X fasste den Dominoeffekt so zusammen: „Wenn Aave einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt ist, zeigt das die Fragilität des gesamten Systems.“
$AAVE is the backbone of defi, has billions in there, and pretty much every single new defi infrastructure on new chains is a fork of it. And when AAVE has contagion risk, it shows the fragility of the entire system.
I don’t think the onchain yields are worth the risk and I have…
— Altcoin Sherpa (@AltcoinSherpa) April 19, 2026
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