Schweizer Banken bringen Geld auf die Blockchain

2 Min. Lesedauer
25. Sept. 2025, 09:49

Die Schweiz positioniert sich schon seit Langem als eine führende Kraft im Bereich Krypto und Blockchain – und ist daher regelmäßig Thema in unseren Nachrichten. Nun hat die Schweizer Bankenlandschaft erneut einen bedeutenden Schritt in Richtung digitale Zukunft gemacht.

Unter der Leitung der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) und unter Mitwirkung von UBS, Sygnum Bank und PostFinance wurden erstmals rechtlich bindende Zahlungen mit tokenisierten Bankeinlagen – sogenannten Deposit Tokens – erfolgreich über eine öffentliche Blockchain abgewickelt.

Meilenstein für den Finanzplatz Schweiz

Traditionelle Zahlungsmodelle stoßen in der modernen, digitalisierten Welt zunehmend an ihre Grenzen. Mit dem Deposit Token bringen führende Schweizer Banken Bankeinlagen direkt auf die Blockchain.

So entstehen neue Möglichkeiten für die Zahlungsabwicklung: Über Smart Contracts können Zahlungen rund um die Uhr, automatisiert und bankenübergreifend durchgeführt werden.

Das Projekt belegt, dass tokenisierte Bankeinlagen nicht nur technologisch, sondern auch regulatorisch tragfähig und gesetzeskonform umgesetzt werden können.

Pilotprojekt: Rechtssichere Blockchain-Transaktionen

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden zwei zentrale Anwendungsfälle erfolgreich getestet: Zum einen Zahlungen zwischen Kunden verschiedener Banken über die Blockchain, zum anderen ein treuhandähnlicher Prozess, bei dem Deposit Tokens automatisch gegen tokenisierte Realwelt-Vermögenswerte getauscht wurden.

UBS erkennt in der neuen Technologie ein bedeutendes Zukunftspotenzial. Christoph Puhr, Digital Assets Lead bei der UBS Group, sagt:

"Der PoC (Proof of Concept) zeigt, dass Interoperabilität von Bankengeld über öffentliche Blockchains Realität werden kann. So gestalten wir die Zukunft der Finanzsysteme aktiv mit – national wie global."

Vorteile und Ausblick

Die Blockchain-Infrastruktur sorgt in Verbindung mit programmierbaren Smart Contracts für erhöhte Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Automatisierung – auch regulatorisch bleibt der volle Einlagenschutz bestehen.

Die Resultate bestätigen nicht nur die technische Machbarkeit, sondern eröffnen auch neue Perspektiven für die Integration klassischer Bankdienstleistungen mit der DeFi-Welt.

Das Projekt gilt als innovativer Vorstoß, der den Schweizer Bankenplatz stärkt und die Voraussetzungen für eine weitere Skalierung und Zusammenarbeit mit Behörden sowie anderen Banken schafft.

Die Branche sendet ein klares Signal: Die digitale Transformation wird aktiv mitgestaltet – und die Schweiz setzt dabei weltweit neue Standards.

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